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Wie weiter mit Astra-Zeneca? : Zu Risiken und Nebenwirkungen

Impfung mit dem Mittel von Biontech in Hagen. Bild: AFP

Die Europäische Arzneimittelagentur empfiehlt den Impfstoff von Astra-Zeneca weiterhin, Großbritannien reagiert auf die Nebenwirkungen – und schränkt die Empfehlung ein. Die deutsche Impfkampagne nimmt immer noch keine Fahrt auf.

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          Wenn es um den Ablauf der Corona-Impfungen in Europa geht, ändert sich beinahe jeden Tag etwas. Doch zumindest eine Sache blieb am Mittwoch gleich. Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema hat ihre allgemeine Einschätzung des Impfstoffs von Astra-Zeneca nicht geändert. Sie empfiehlt weiterhin ohne Einschränkung, ihn zu verimpfen. Allerdings fordert sie, sehr selten auftretende Blutgerinnsel in Hirnvenen als mögliche schwere Nebenwirkung in den Beipackzettel aufzunehmen.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Werner Mussler

          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Philip Plickert

          Wirtschaftskorrespondent mit Sitz in London.

          Heike Schmoll

          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Nach einer Sitzung des zuständigen Behördengremiums sagte Ema-Chefin Emer Cooke am Mittwoch in Amsterdam, offenbar seien „sehr, sehr seltene Fälle“ von Blutgerinnseln vorgekommen, die in den klinischen Studien vor der Genehmigung des Impfstoffs nicht beobachtet worden seien. Nach dem Urteil der Ema-Fachleute sind diese Fälle nicht auf spezifische Faktoren wie Alter, Geschlecht oder bestimmte Vorerkrankungen zurückzuführen. Die plausibelste Erklärung seien Immunreaktionen auf das Vakzin, sagte Cooke. Die Analysen würden fortgesetzt.

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