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Artenschutz : Der Bienentanz der CSU

Nicht nur die Bienen sind das Opfer einer Fehlentwicklung: Landwirte, die nicht „öko“ sind, sehen sich zu Apokalyptischen Reitern gestempelt, denen die geballte Irrationalität grüner Kampagnen entgegenschlägt.

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          Die CSU hat Virtuosität darin entwickelt, sich an die Spitze von Volksbewegungen zu stellen, deren Initiativen in Richtung Volksentscheid erfolgversprechend zu werden drohen. So ist es auch jetzt nach dem überaus erfolgreichen Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zum Artenschutz.

          Die CSU-geführte Landesregierung sicherte kurzerhand zu, den von der Initiative propagierten Gesetzentwurf zu übernehmen. Die Details soll der „runde Tisch“ klären, der nach dem Volksbegehren im Februar eingerichtet worden war. Worin die eigentliche Kunst besteht, zeigt sich dort. Bayern ist weit entfernt von einem Interessenausgleich zwischen Landwirtschaft und Naturschutz, was, wie überall in Deutschland, auch ein Konflikt zwischen Städtern und Landbevölkerung ist.

          Nicht nur Insekten sind dabei Opfer einer Fehlentwicklung. Landwirte, wenn sie nicht gerade „öko“ sind, sehen sich zu Apokalyptischen Reitern gestempelt, denen die geballte Irrationalität grüner Kampagnen entgegenschlägt. Wäre es nicht so weit gekommen, müsste jetzt in Bayern nicht ein besonderer Bienentanz aufgeführt werden: Rettet die CSU.

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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