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F.A.Z. exklusiv : Laschet stellt klar: Mein Platz ist in Berlin

Armin Laschet, Ministerpräsident in Nordrhein-Westfalen und Kanzlerkandidat von CDU/CSU, im Interview mit der F.A.Z. Bild: Lucas Bäuml

Der Unions-Kanzlerkandidat besteht nicht auf eine „Rückfahrkarte nach Düsseldorf“. Im Interview mit der F.A.Z. legt sich Armin Laschet fest: Nach der Bundestagswahl geht es nach Berlin – ob als Kanzler oder nicht.

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          Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet hat sich im Interview mit der F.A.Z. erstmals eindeutig zu seiner politischen Zukunft geäußert. Auf die Frage, ob er im Fall einer Niederlage bei der Bundestagswahl Ende September für sich „ein Rückfahrticket nach Düsseldorf“ beanspruche, um weiter als NRW-Ministerpräsident regieren zu können, sagte Laschet der F.A.Z.: „Klares Nein. Für mich ist klar: Mein Platz ist nach der Bundestagswahl in Berlin. Ich will Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden und werde mit aller Kraft dafür kämpfen, dass die Union die Wahl gewinnt.“

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Ob er im Fall einer Nichtwahl Oppositionsführer im Bundestag werden will, ließ Laschet offen. „Ich trete an, um die Wahl zu gewinnen. Wer was wann wie wird, entscheiden Partei und Fraktion nach dem Votum der Wählerinnen und Wähler“, sagte Laschet, der derzeit nicht nur Vorsitzender der Bundes-CDU, sondern immer noch auch der nordrhein-westfälischen CDU ist.

          Über Laschets Nachfolge im nordrhein-westfälischen Parteiamt, sollte – sofern die Corona-Krise das zulässt – eigentlich im Juni ein Präsenzparteitag entscheiden. Als Favorit und damit auch im Herbst als Anwärter auf das Ministerpräsidentenamt gilt Verkehrsminister Hendrik Wüst (45), der sich die Unterstützung mehrerer einflussreicher Funktionsträger der Landes-CDU gesichert hat, aber nicht zum engeren Umfeld von Laschet zählt. Als weiterer möglicher Kandidat für den Landesvorsitz gilt der Laschet-Vertraute und nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (68). Ebenfalls Ambitionen nachgesagt werden Bauministerin Ina Scharrenbach (44), die auch Vorsitzende der NRW-Frauenunion ist.

          In der CDU wird darauf hingewiesen, dass es nach Laschets aufreibendem Ringen mit CSU-Chef Markus Söder um die Kanzlerkandidatur nun nicht auch noch auf Landesebene zu einem Kampf auf offener Bühne kommen dürfe. Auf die Frage, warum es Überlegungen gibt, den Parteitag abermals zu verschieben, sagte Laschet der F.A.Z.: „Es gibt aus der Mitte der Partei mehrere qualifizierte Kandidatinnen und Kandidaten, die bereit sind, für den Landesvorsitz und das Amt des Ministerpräsidenten anzutreten.“ 

          Auch gebe es „den dringenden Wunsch, jetzt nicht wochenlang Personaldebatten zu führen, sondern sich voll und ganz auf die so wichtige Bundestagswahl“ zu konzentrieren, sagte Laschet. „Viele wollen auf einem Präsenzparteitag nach der Bundestagswahl über die Führung der Partei entscheiden, sobald die pandemische Lage dies zulässt“, sagte Laschet der F.A.Z. „Darüber entscheidet am Montag der Landesvorstand.“

          Das vollständige Interview lesen Sie in Kürze auf FAZ.NET.

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