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Plagiatsvorwurf gegen Laschet : Schon wieder Ärger mit dem Buch

Unions-Kanzlerkandidat Laschet im Juni in Düsseldorf Bild: dpa

Laschets Buch hat ihn schon einmal in Schwierigkeiten gebracht – wegen einer Spendenquittung. Jetzt geht es um eine fehlende Quellenangabe. Der Plagiatsprüfer Martin Heidingsfelder wandte sich mit einem großen Fragenkatalog an den Kanzlerkandidaten der Union.

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          Der CDU-Vorsitzende und Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet, hat am Freitag mitgeteilt, dass er bei der Abfassung eines vor zwölf Jahren von ihm veröffentlichten Buchs das Urheberrecht verletzt habe. In einer Erklärung, die er verschicken ließ, heißt es: „In meinem Buch ,Die Aufsteigerrepublik‘ von 2009 gibt es offenkundig Fehler, die ich verantworte.“  Mindestens ein Urheber des im Buch verwendeten Materials werde weder im Fließtext noch im Quellenverzeichnis genannt.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          „Dafür möchte ich ausdrücklich um Entschuldigung bitten, denn sorgfältiges Arbeiten beim Verfassen von Werken und die Achtung des Urheberrechts sind für mich auch eine Frage des Respekts vor anderen Autoren“, schrieb der nordrhein-westfälische Ministerpräsident. Um zu klären, ob es weitere Fehler gebe, werde er „unverzüglich“ die Prüfung des Buchs veranlassen.

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