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Antwort auf Drosten : Sind Kinder wirklich so infektiös wie Erwachsene?

  • -Aktualisiert am

Entzugserscheinungen: Szene in Pattensen (Niedersachsen) Bild: dpa

Kitas und Schulen sollten möglichst bald wieder für alle Kinder öffnen. Denn vieles spricht weiter dafür, dass von den Kleinen nur eine geringe Ansteckungsgefahr ausgeht. Ein Gastbeitrag zweier Kinderärzte und Infektiologen.

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          Für viele Kinder und ihre Eltern ist es inzwischen die bestimmende Frage der Corona-Krise: Wann werden Schulen und Kitas wieder für alle öffnen? Am Mittwochabend erhielt die Veröffentlichung einer Studie von Professor Christian Drosten große Aufmerksamkeit. Sie zeigt, dass die Viruslast, also die Anzahl an Viren in den oberen Luftwegen, bei Kindern und Erwachsenen mit SARS-CoV-2-Nachweis ähnlich ist. Diese Forschungsarbeit ist wichtig. Doch der oft geäußerte Rückschluss, nun sei bewiesen, dass Kinder und Erwachsene vergleichbar infektiös sind, ist nicht zulässig.

          Bei der Drosten-Studie liegt aufgrund der Auswahl der Patienten eine erhebliche Verzerrung vor. Insgesamt wurden 59.831 mehrheitlich symptomatische Patienten untersucht, 2181 davon waren jünger als zehn Jahre. Kinder sind damit im Vergleich zu ihrem Anteil an der Bevölkerung deutlich unterrepräsentiert. Doch nicht nur das - bei den Kindern waren auch jeweils deutlich weniger Tests positiv als bei Erwachsenen. So wurden am Ende nur 49 Kinder unter zehn Jahren, die Symptome zeigten, positiv getestet. Von diesen wiederum wiesen nur 16 Kinder eine Viruslast auf, bei der man von einer relevanten Ansteckungsfähigkeit ausgeht (>10hoch6/ml).

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