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Antisemitismus : Muslime in Deutschland verurteilen Gewalt gegen Juden

Eine pro-palästinensische Demonstration in Bremen am Donnerstag Bild: dpa

Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern erreicht Deutschland. Aiman Mazyek vom Zentralrat der Muslime und Onur Akdeniz von der DITIB rufen jetzt zum Frieden auf

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          Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Ma­zyek, hat die jüngste Gewalt gegen Synagogen in Deutschland verurteilt. Der F.A.S. schrieb er: „Wer unter dem Vorwand von Kritik an Israel Synagogen und Juden angreift, hat jedes Recht auf Solidarität verwirkt.“ Die „widerlichen Attacken auf unsere jüdischen Mitbürger“ in den letzten Tagen verurteile er entschieden. „Wer Rassismus beklagt, selbst aber antisemitischen Hass verbreitet, verliert alle Glaubwürdigkeit und muss mit meinem entschiedenen Widerstand rechnen.“

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Der hessische Landesgeschäftsführer des türkisch geprägten Moscheeverbandes DITIB, Onur Akdeniz, teilte der F.A.S. mit, er beobachte „mit großer Besorgnis“ wie der palästinensisch-israelische Konflikt „missbraucht wird, um das emotionale Empfinden der muslimischen Gläubigen in Deutschland zu instrumentalisieren“. Wer die tragischen Geschehnisse missbrauche, habe sich „auf Abwege der prophetischen Tradition verirrt“. Dass die „vermeintlichen Proteste“ in Düsseldorf, Münster, Bonn und Gelsenkirchen „antisemitische und demokratiefeindliche“ Züge angenommen hätten, sehe man mit „großem Entsetzen“.

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