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Josef Schuster : „Von der Justiz wünsche ich mir klare Urteile“

Josef Schuster am 21. November 2022 während einer Veranstaltung des Rabbinerseminars zu Berlin in der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Hannover Bild: dpa

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, über zu milde Urteile nach antisemitischen Straftaten, Hilfe für ukrainische Flüchtlinge und die Situation am Abraham-Geiger-Kolleg.

          5 Min.

          Herr Dr. Schuster, Sie sind am Sonntag für eine dritte Amtszeit als Vorsitzender des Zentralrats der Juden gewählt worden. Zu Ihren vordringlichen Aufgaben wird gehören, sich des immer offeneren Antisemitismus anzunehmen. Was wollen Sie dagegen tun?

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          In weiten Teilen der Gesellschaft ist das Problem gesehen und erkannt, gerade was den gewaltbereiten rechtsextremen Antisemitismus betrifft. Die Vorfälle auf der documenta und auch der Umgang mit ihnen machen mir aber schon Gedanken. Gegen Antisemitismus anzugehen, sehe ich in erster Linie als Aufgabe der nicht-jüdischen Gesamtgesellschaft. Allerdings wird der Zentralrat immer wieder den Finger in die Wunde legen müssen und damit andere anregen, sich entsprechend zu engagieren und zu positionieren.

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