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Antisemitismus-Definitionen : Munition im Meinungskampf

Nach dem Anschlag in Halle: Zwei Frauen stellen am 9. Oktober 2019 Kerzen auf eine Türschwelle der Neuen Synagoge in Berlin. Bild: dpa

Antisemitismus ist niemals statisch. Das Ressentiment passt sich an, es aktualisiert seine Motive und fügt sich geschmeidig in Diskurse ein - die reichen von der Globalisierung bis zur Lage im Nahen Osten.

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          Vorurteile gegenüber und Hass auf Juden hat es schon vor der Moderne gegeben, sie sind sogar sehr alt – und waren vor allem religiös geprägt. Seit dem 19. Jahrhundert haben sie sich jedoch verändert, sind in Wechselwirkung mit geistigen Strömungen wie dem Nationalismus oder der Rassenkunde getreten. Schließlich gab es ein ausformuliertes pseudowissenschaftliches Theoriegebäude, das ganz dem herrschenden Ungeist der Zeit entsprach. In Deutschland wurde es zum Regierungsprogramm, mit katastrophalen Folgen.

          Christian Meier

          Redakteur in der Politik.

          Nach dem Holocaust hat der Antisemitismus weitere Wandlungen durchgemacht. Bis heute. Das antisemitische Ressentiment passt sich an, es aktualisiert seine Motive und fügt sich geschmeidig in Diskurse ein, die von der Globalisierung bis zur Lage im Nahen Osten reichen.

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