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Anti-Pegida-Festival : Weitere Großveranstaltung für Weltoffenheit in Dresden

  • Aktualisiert am

Gegen Pegida: Rund 35.000 Menschen beteiligten sich am 10.Januar vor der Frauenkirche in Dresden an einer Kundgebung unter dem Motto „Für Dresden, für Sachsen - für Weltoffenheit, Mitmenschlichkeit und Dialog im Miteinander“. Bild: dpa

Viele Dresdener leiden derzeit unter dem schlechten Image ihrer Stadt. Sie machen die ebenfalls von Dresdenern organisierten Pegida-Demos dafür verantwortlich. Ein Medizinprofessor hat nun Musiker und weitere Künstler für eine große Kulturveranstaltung als Gegensignal zu Pegida gewonnen.

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          Als Antwort auf die Aktionen der islamkritischen Pegida-Bewegung wird es am 26. Januar eine weitere Großkundgebung in Dresden geben. Dann haben allerdings nicht Politiker das Sagen, sondern Musiker und andere Künstler. Am Freitag stellten die Organisatoren das Programm vor. Unter dem Slogan „Offen und bunt - Dresden für alle!“ werden auch zahlreiche namhafte Bands erwartet.

          Einzelheiten sollen am kommenden Donnerstag genannt werden. Die Veranstalter rechnen mit bis zu 40 000 Besuchern. Auf Reden wird verzichtet, Musik gibt den Ton an. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens kommen kurz in Videoeinspielungen zu Wort. Das Programm findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem regelmäßig die „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren.

          Professor Gerhard Ehninger, ein führender Mediziner des Dresdner Universitätsklinikums, gehört zu den Ideengebern der Veranstaltung „Offen und bunt - Dresden für alle!“ und sieht den Ruf der Elbestadt in Gefahr. Selbst der Taxifahrer in New York wisse inzwischen Bescheid, sagte Ehninger: „Es gibt Unverständnis, Witze und Spott über unsere Stadt“, berichtete er von Erlebnissen auf Reisen.

          Laut Ehninger müsse man gegen die Vereinnahmung Dresdens durch eine Minderheit vorgehen und die Stadt schützen. Michal Tomaszewski von der Dresdner Formation „Banda Comunale“ sieht die hiesige Bevölkerung durch Pegida tief gespalten. Selbst durch Familien und Freundeskreis gebe es einen Riss. Das alles habe ein Ausmaß angenommen, das in einer wohlhabenden Gesellschaft schwer verständlich sei.

          Am vergangenen Samstag hatte es in Dresden eine erste Großdemo für Weltoffenheit und Toleranz gegeben, zu der 35 000 Menschen gekommen waren. An den Montagen - dem Tag der Pegida-Kundgebungen - sind Gegendemonstranten derzeit noch in der Unterzahl. Nach Ansicht von Eric Hattke, Sprecher des Bündnisses „Dresden für alle“ geht es aber nicht um „ein Zahlenspiel, wer mehr Leute auf die Straße bringt“.

          „Offen und bunt“ soll es auch dann weitergehen, wenn das Interesse an Pegida schwindet. Staatsschauspiel-Intendant Wilfried Schulz kündigte eine lose Kette von Großveranstaltungen bis zum Sommer an. Zu den Mitveranstaltern zählt auch der Verein „Dresden - Place to be“, der sich um Ausländer kümmert. Kulturinstitutionen haben sich zur „Initiative weltoffenes Dresden“ (#WOD) zusammengeschlossen.

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