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Anstieg durch Zuwanderung : Deutschland hat 82,2 Millionen Einwohner

  • Aktualisiert am

In Deutschland leben nun 1,2 Prozent mehr Menschen, teilte das statistische Bundesamt mit. Bild: dpa

Die Bevölkerung in Deutschland ist auf 82,2 Millionen gestiegen. Das liegt vor allem an der Zuwanderung. Noch nie kamen so viele Menschen nach Deutschland wie im vergangenen Jahr.

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          Die Bevölkerung in Deutschland ist aufgrund der Rekord-Zuwanderung im vergangenen Jahr auf 82,2 Millionen gestiegen. Ende 2015 lebten rund 978.000 Menschen (oder 1,2 Prozent) mehr in der Bundesrepublik als im Jahr zuvor. Das ist das stärkste Plus seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die Einwohnerzahl war allerdings in den Jahren 2001 bis 2005 mit 82,4 bis 82,5 Millionen noch etwas höher.

          Ohne die Zuwanderung wäre die Bevölkerung 2015 zurückgegangen, weil 188.000 Menschen mehr gestorben sind als geboren wurden. Dafür kamen so viele Menschen in die Bundesrepublik wie noch nie in einem Jahr. Unterm Strich (Fortzüge abgezogen) waren es rund 1,139 Millionen Menschen. Der Ausländeranteil pro 100 Einwohner erhöhte sich innerhalb eines Jahres von 9,3 auf den Spitzenwert von 10,5. Neben Schutzsuchenden aus den Kriegs- und Krisenregionen kamen auch viele EU-Bürger auf der Suche nach Arbeit.

          Die Bevölkerungszahl ist dabei in allen Bundesländern gestiegen, besonders in den bevölkerungsreichen Ländern Nordrhein-Westfalen (+ 227.000 Personen), Baden-Württemberg (+ 163.000) und Bayern (+ 152.000). Bezogen auf die dort lebende Bevölkerung gab es im Vergleich zum Vorjahr stärkere Zunahmen in Baden-Württemberg und Bremen (jeweils + 1,5 Prozent) sowie in Berlin, Hamburg und Hessen (jeweils + 1,4 Prozent). Sachsen-Anhalt (+ 0,4 Prozent) und Thüringen (+ 0,6 Prozent) hatten die geringsten Zuwächse.

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