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Anschlag auf „Mopo“ : Neun Verdächtige festgenommen

  • Aktualisiert am

Nach dem Anschlag: Einsatzkräfte der Feuerwehr stehen am 11. Januar 2015 vor dem Gebäude der „Hamburger Morgenpost“ in Hamburg. Bild: dpa

Sie sind zwischen 16 und 21 Jahre alt und stammen aus dem Tatortumfeld. Knapp zwei Monate nach den Anschlägen auf die Hamburger Morgenpost hat die Polizei neun Verdächtige festgenommen. Die Zeitung hatte eine „Charlie Hebdo“-Karikatur auf ihrer Titelseite abgedruckt.

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          Knapp zwei Monate nach den Brandanschlägen auf die Zeitung „Hamburger Morgenpost“ („Mopo“) und eine Schule in Hamburg stehen neun junge Männer unter Verdacht. Polizei und Staatsanwaltschaft durchsuchten am Mittwoch zwölf Wohnungen und Gebäude, wie die Behörden mitteilten. Dabei seien die neun Verdächtigen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren angetroffen worden. Die jungen Männer, die alle bereits kriminalpolizeilich in Erscheinung getreten seien, waren am Nachmittag wieder auf freiem Fuß. Sie kämen „aus dem nahen Tatortumfeld“ mit Verbindungen zur angegriffenen Schule, hieß es.

          Die Attacke auf die „Mopo“ nur wenige Tage nach dem Terroranschlag auf das Pariser Satiremagazin „Charlie Hebdo“ hatte auch international für Empörung gesorgt. Die Hamburger Zeitung hatte die islamkritischen Karikaturen des Magazins auf ihrer Titelseite nachgedruckt - mit der Schlagzeile: „So viel Freiheit muss sein!“

          Die Täter hatten nach Erkenntnissen der Polizei in der Nacht zum 10. Januar zunächst Steine und einen Brandsatz auf die Max-Brauer-Schule in Hamburg-Ottensen geworfen. In der folgenden Nacht zerstörten sie bei der „Mopo“ Kellerfensterscheiben mit einem Gullydeckel und Steinen und schleuderten einen Molotowcocktail in das Redaktionsgebäude. Aktenregale gingen in Flammen auf, die Feuerwehr konnte aber Schlimmeres verhindern.

          Ob der Anschlag auf die „Mopo“ im Zusammenhang mit dem „Charlie Hebdo“-Titel stand, ist weiter unklar. Laut Staatsanwaltschaft gibt es keine konkreten Hinweise darauf, es müsste aber noch weitere Ermittlungen abgewartet werden.

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