https://www.faz.net/-gpf-9ga06

Kramp-Karrenbauer tritt ab : CDU braucht neuen Generalsekretär

  • Aktualisiert am

Annegret Kramp-Karrenbauer bewirbt sich auf das Amt der CDU-Vorsitzenden. Bild: EPA

Der Kampf um die Nachfolge von Angela Merkel als Parteivorsitzende bringt weitere Veränderungen in der Partei mit. Da auch die Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer kandidiert, räumt sie ihren bisherigen Posten.

          1 Min.

          Nach der Wahl der neuen Parteispitze will die CDU auf ihrem Parteitag Anfang Dezember auch einen neuen Generalsekretär bestimmen. Das beschloss der Parteivorstand nach Informationen der „Welt“ am Montag auf seiner Klausurtagung in Berlin. Die bisherige Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer bewirbt sich selbst für die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Parteispitze. Sie tritt damit gegen den früheren Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie eine Reihe weitgehend unbekannter Bewerber an.

          Laut „Welt“ würde Kramp-Karrenbauer dem CDU-Parteitag in Hamburg im Falle eines Sieges einen neuen Generalsekretär vorschlagen. Wird sie nicht Parteivorsitzende, würde Kramp-Karrenbauer automatisch den Weg für eine Neubesetzung des zweitwichtigsten Parteiamtes freimachen. Kramp-Karrenbauer hatte am Sonntag bei der Klausur der CDU-Spitze bereits angekündigt, sich wegen ihrer Kandidatur aus der organisatorischen Vorbereitung des Parteitages zurückzuziehen.

          Maas sieht Groko nicht gefährdet

          Ihr saarländischer Landsmann und Außenminister Heiko Maas (SPD) sieht derzeit keine Gefahr für die große Koalition durch den Verzicht von Kanzlerin Angela Merkel auf den CDU-Vorsitz. „Wir haben einen Koalitionsvertrag geschlossen mit der CDU/CSU. Noch nicht einmal mit Frau Merkel. Die Frage, wer dort Parteivorsitzender ist, müssen diese Parteien unter sich klären“, sagte der Politiker am Montagabend im „heute journal“ des ZDF.

          „Ich kenne keinen in der Union, der mir bisher gesagt hat, wenn es eine personelle Veränderung in der CDU gibt oder möglicherweise auch in der CSU, dass dann die Inhalte neu zu verhandeln sind“, sagte Maas. „Da muss man sich auf das verlassen, was die Parteien untereinander verabredet und beschlossen haben, völlig unabhängig davon, wer gerade Parteivorsitzender ist.“

          Der frühere Kanzler Gerhard Schröder hingegen prognostiziert, dass es schon im kommenden Jahr Neuwahlen geben werde. Das SPD-Mitglied sagte am Montagabend, dass er spätestens Mitte nächsten Jahres eine vorgezogene Bundestagswahl erwarte. Schröder empfahl Kanzlerin Merkel derweil, die Vertrauensfrage zu stellen.

          Weitere Themen

          Neonazis im Aufwind

          Thüringen : Neonazis im Aufwind

          In Thüringen kritisieren Opferberatungen und Forschungseinrichtungen eine zu laxe Strafverfolgung bei rechtsextremen Umtrieben. Ausgerechnet im Ballstädt-Prozess schlägt das Gericht einen Deal vor.

          Topmeldungen

          Das Wahlplakat der Grünen

          #Allesistdrin : Die schöne Welt mit Lastenrad

          Ein Wahlplakat der Grünen zeigt eine vierköpfige Familie, die mit einem Lastenfahrrad durchs Grüne fährt. Und es zeigt ein Problem, das die Partei in ihrer Ansprache hat.
          Am 17. Februar im libyschen Benghazi: Frauen halten Landesfahnen hoch, um den 10. Jahrestag des Arabischen Frühlings in Libyen zu feiern, der zum Sturz des damaligen Gewaltherrschers Gaddafi führte.

          Hilfe für Libyen : Zwischen Wahl und Warlords

          Bisher hält der Waffenstillstand in Libyen. Nun soll eine weitere Konferenz in Berlin die Stabilisierung des Landes voranbringen. Doch nicht jeder Akteur hat daran ein Interesse.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.