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F.A.Z. Exklusiv : Baerbocks Pakt mit der Wirtschaft

Annalena Baerbock signiert am Donnerstag nach der Vorstellung ihres Buches ein Exemplar Bild: dpa

Die grüne Kanzlerkandidatin konkretisiert ihr Wirtschaftsprogramm. Ein zentraler Punkt sind Klimaschutzverträge, über die sie Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen will. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht.

          3 Min.

          Die Idee, Ökologie und Ökonomie zusammenzubringen, ist in aller Munde. Neue Technologien sollen die Umwelt schützen und zugleich die Wirtschaft wachsen lassen – jedenfalls in der Theorie klingt das gut. Die Grünen sahen das lange anders, ihr Blick auf die Wirtschaft war von Misstrauen geprägt. Annalena Baerbock, die grüne Kanzlerkandidatin, meint selbst, ihre Partei habe zu lange die Auffassung vertreten, „wir sind für die klare Kante zuständig, die Umsetzung müssen andere machen“. So schreibt sie es in ihrem Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“, das sie am Donnerstag in Berlin vorstellte. Nun bietet sie der Wirtschaft einen Pakt an.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Hendrik Kafsack
          Wirtschaftskorrespondent in Brüssel.

          Schon auf dem Parteitag am Wochenende hatte Baerbock die Idee erwähnt. „Es geht um eine verbindliche Verabredung, dass der Staat den Unternehmen die Kosten ausgleicht, die sie zusätzlich bisher noch erbringen müssen, wenn sie klimaneutral werden, Made in Germany.“ Zahlreiche Unternehmen seien schon auf diesem Pfad, aber teils würden Investitionen, die „sauber und zum Wohle aller“ seien, durch politische Regeln blockiert, sagte Baerbock und nannte als Beispiel die Steuervorteile bei Anschaffung teurer, verbrauchsintensiver Dienstwagen.

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