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Baerbock im F.A.Z.-Gespräch : „Das geht mir unter die Haut“

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, im F.A.Z.-Verlagsgebäude in Frankfurt/M. Bild: Lucas Bäuml

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, über die Katastrophenhilfe, den Klimaschutz und über ihren Aufenthalt im „Schützengraben“.

          13 Min.

          Frau Baerbock, Sie haben mit eigenen Augen die verheerenden Folgen der Flutkatastrophe gesehen. Reicht die Hilfe, die der Staat nun leistet?

          Jasper von Altenbockum
          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.
          Mona Jaeger
          Stellvertretende verantwortliche Redakteurin für Nachrichten.
          Berthold Kohler
          Herausgeber.

          Menschen haben alles verloren. Viele ihre Liebsten, andere ihr ganzes Hab und Gut. Das geht mir unter die Haut. Ich war im Haus eines älteren Paares, das stark beschädigt war. Der Keller stand voll Öl, weil die Flut den Tank rausgerissen hatte. Andernorts wurden Kitas zerstört. Zehntausende sind in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz weiter ohne Trinkwasser. Betriebe stehen vor der Situation, dass sie gar nicht mehr weiterarbeiten können. Die Soforthilfe, die das Bundeskabinett jetzt verabschiedet hat, ist richtig. Doch das reicht nicht. Wir wollen darüber hinaus für den kommunalen Wiederaufbau einen größeren Unterstützungsfonds für die betroffenen Gebiete auflegen. Und wir müssen vorsorgen: Für viele Menschen ist das Häuschen die Altersvorsorge. Das müssen wir besser schützen. Ähnlich wie bei der energetischen Gebäudesanierung sollten daher Hausbesitzer mit KfW-Krediten oder steuerlicher Absetzbarkeit unterstützt werden, wenn sie ihr Haus mit baulichen Maßnahmen gegen Extremwetter schützen wollen.

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