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Witwe von Dschihadist Cuspert : Anklage gegen IS-Heimkehrerin erhoben

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Die ehemalige Frau des Dschihadisten Dennis Cuspert im September 2019 in Hamburg in Begleitung von Polizisten auf dem Weg zu einem Hubschrauber der Budnespolizei Bild: dpa

Omaima A. soll sich 2015 mit ihren drei Kindern dem IS angeschlossen haben. Dort hat sie wohl den deutschen Dschihadisten Dennis Cuspert geheiratet. Wegen Mitgliedschaft im IS wird ihr nun der Prozess gemacht.

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          Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen die frühere Frau des mutmaßlich vor längerer Zeit getöteten deutschen Dschihadisten und früheren Rappers Denis Cuspert erhoben. Die Deutschtunesierin Omaima A. soll sich unter anderem wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) vor dem Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Hamburg verantworten, wie die Behörde am Montag in Karlsruhe mitteilte. Sie soll sich in den Jahren 2015 und 2016 mit ihren Kindern in Syrien aufgehalten haben.

          A. reiste laut Bundesanwaltschaft 2015 mit ihren drei minderjährigen Kindern in ein vom IS beherrschtes Gebiet. Sie folgte demnach ihrem damaligen Ehemann, der für den IS gekämpft haben soll. Laut Bundesanwaltschaft erzog A. die gemeinsamen Kinder „im Sinne der IS-Ideologie“. Sie soll auch für einen unbekannten Zeitraum ein 13 Jahre altes jesidisches Mädchen als Sklavin gehalten haben.

          Nach dem Tod ihres Manns bei einem Luftangriff erhielt sie den Ermittlungen zufolge weiter Geld vom IS. Wenige Monate später heiratete sie demnach nach islamischen Recht den deutschen Dschihadisten Cuspert. Im September 2016 verließ sie Syrien und kehrte nach Deutschland zurück. Hintergrund war den Ermittlungen zufolge unter anderem, dass sie ihr viertes Kind in Deutschland zur Welt bringen wollte. Es soll zudem Streit mit ihrem Mann gegeben haben.

          Cuspert hatte sich 2012 nach Ägypten abgesetzt und anschließend dem IS in Syrien angeschlossen. Laut amerikanischer Regierung war er in verschiedenen Propagandavideos der Gruppe zu sehen. Er soll außerdem Deutsche für den IS rekrutiert haben. In Berlin war Cuspert früher als Rapper mit dem Künstlernamen Deso Dogg bekannt geworden. Er wurde anscheinend bei einem Luftangriff im Januar des vergangenen Jahres tödlich getroffen.

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