https://www.faz.net/-gpf-9zz2b

Bundesforschungsministerin : „Weltmeister auf dem Gebiet des Grünen Wasserstoffs werden“

  • Aktualisiert am

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) Bild: dpa

Mit einer milliardenschweren Innovationsoffensive will Anja Karliczek in Deutschland ein „Cape Canaveral des Wasserstoffs“ aufbauen. Man wolle weltweit Standards setzen in der Erforschung, Entwicklung und Herstellung des alternativen Kraftstoffs.

          1 Min.

          Vor dem Koalitionsgipfel dringt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek auf ein Milliardenprogramm zur Förderung der Wasserstofftechnologie. „Wir brauchen ein Cape Canaveral des Wasserstoffs in Deutschland“, sagte die CDU-Politikerin unter Bezugnahme auf den Weltraumbahnhof in den Vereinigten Staaten den Zeitungen der „Funke Mediengruppe“ in einem Vorabbericht am Sonntag.

          Bis zum Jahr 2025 solle eine Innovationsoffensive die „Wasserstoffrepublik Deutschland“ mit milliardenschwerer Unterstützung des Staates umsetzen. „Wir wollen Weltmeister auf dem Gebiet des Grünen Wasserstoffs werden. Wir wollen in Deutschland die Technologien erforschen, entwickeln und herstellen, die weltweit Standards setzen und das Potenzial haben für neue Exportschlager ,Made in Germany'“, bekräftigte die Ministerin.

          Karliczek stellte in Aussicht, dass die Bundesregierung die Nationale Wasserstoffstrategie in Kürze verabschieden werde. Bundesfinanzminister Olaf Scholz zählt den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur zu den möglichen Maßnahmen in der Corona-Krise. Auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will 1,9 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung alternativer Antriebe und Kraftstoffe stecken. Die Gespräche sollten in der übernächsten Woche abgeschlossen werden. „Wir müssen branchenübergreifend zeigen, wie Erzeugung, Transport bis hin zur Verteilung und Nutzung von Grünem Wasserstoff funktioniert.“

          „H2“ steht auf der Tankklappe einer Wasserstofftankstelle im niedersächsischen Laatzen.
          „H2“ steht auf der Tankklappe einer Wasserstofftankstelle im niedersächsischen Laatzen. : Bild: dpa

          Sobald die Strategie beschlossen sei, starte das Forschungsministerium einen Förderaufruf für eine Ideen-Börse. „Wir wollen mit Hilfe der Forschung schnell in die großindustrielle Anwendung. Daher sind konkrete Ziele und Eigenbeiträge der Wirtschaft wichtig“, sagte sie. Nur eine Strategie zu schreiben reiche nicht. Die Umsetzung der Strategie müsse auch „zügig, kraftvoll und effektiv“ vorangetrieben werden.

          Weitere Themen

          Wahlkampf der alten Männer

          Maaßen und Sarrazin : Wahlkampf der alten Männer

          In Suhl diskutiert CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen mit dem früheren SPD-Mitglied Thilo Sarrazin. Dabei geht es weniger um Inhalte und vielmehr um die persönliche Kränkung der beiden.

          „Es gibt keine Ausreden mehr" Video-Seite öffnen

          Klimaaktivistin Luisa Neubauer : „Es gibt keine Ausreden mehr"

          Nur wenige Tage vor der Bundestagswahl plant die Klimabewegung Fridays for Future bundesweit in hunderten Städten Protestaktionen. Im AFPTV-Interview betont Klimaaktivistin Luisa Neubauer die Bedeutung der Wahl.

          Topmeldungen

          Hans-Georg Maaßen trifft Thilo Sarrazin (r), früheres SPD-Mitglied und Politiker, bei einer Wahlkampfveranstaltung im Saal Simson des Congress Centrum Suhl.

          Maaßen und Sarrazin : Wahlkampf der alten Männer

          In Suhl diskutiert CDU-Kandidat Hans-Georg Maaßen mit dem früheren SPD-Mitglied Thilo Sarrazin. Dabei geht es weniger um Inhalte und vielmehr um die persönliche Kränkung der beiden.
          SPD-Dynastie: Familie Siebel im „stadtbauraum“, einer Veranstaltungsstätte  am früheren Kohleschacht Oberschuir in Gelsenkirchen.

          Politische Prägung : Wählen wie die Eltern

          Welcher Partei wir bei einer Wahl unsere Stimme geben, hängt auch mit der Prägung durch das Elternhaus zusammen. Oder gerade nicht? Drei Ortsbesuche.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.