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Merkels Zwischenstopp in Köln : Doch gefährlicher als gedacht

Gelandet: Angela Merkel bei ihrem unfreiwilligen Zwischenstopp in Köln Bild: dpa

Der ungewollte Zwischenstopp der Kanzlerin in Köln war keine „Notlandung“, beteuert die Luftwaffe. Trotzdem will das Kabinett jetzt neue Flugzeuge anschaffen.

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          Das Bundeskabinett hat in dieser Woche erörtert, doch ein paar ernste Konsequenzen aus der gefährlichen Landung des Regierungsflugzeuges „Konrad Adenauer“ Ende November in Köln zu ziehen. So sollen neue Maschinen beschafft und bei besonders wichtigen Terminen künftig mehr Crews bereitstehen. Sowohl Bundeskanzlerin Angela Merkel als auch das Kabinett waren wohl doch stärker von dem Zwischenfall beeindruckt als zunächst zugegeben. Er war wohl gefährlicher, als den offiziellen Mitteilungen zu entnehmen war. Außerdem sorgte die verspätete Ankunft der Kanzlerin beim G-20-Gipfel für Spott und Häme. Der Tenor: Deutschland, die einstige Technik-Nation, kann keine Flughäfen bauen, den Bahnverkehr nicht organisieren und versagt selbst beim Transport seiner Regierungschefin. Dass die Bundeswehr als Trägerin der Flugbereitschaft für die Panne verantwortlich war, schien Behauptungen über deren Gesamtzustand zu bestätigen.

          Peter Carstens
          Politischer Korrespondent in Berlin

          Die Luftwaffe hatte nach der abendlichen Landung des Airbus A340 auf dem Flughafen Köln-Wahn zunächst den Eindruck erweckt, als habe es sich im Grunde nicht um ein gravierendes Problem gehandelt. Schon der Begriff „Notlandung“ wurde in Abrede gestellt, eine „Sicherheitslandung“ sei es gewesen. Bundeskanzlerin Merkel war mit einer großen Delegation auf dem Weg nach Buenos Aires zum G-20-Gipfel, als ihr der Pilot eine Stunde nach dem Start mitteilte, dass man umkehren müsse. Ein defektes Elektronikbauteil war der Grund. Das führte allerdings nicht nur zum Totalausfall der Kommunikationsmöglichkeiten an Bord.

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