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Feminismus im Kanzleramt : Angela Merkel und die Frauen

Die Abgeordnete Doktor Angela Merkel am 22. November 2005 in Berlin nach ihrer ersten Wahl zur Kanzlerin Bild: Reuters

Angela Merkel hat sich nie zur Feministin erklärt. Was sagt das über sie? Und was hat sich in den sechzehn Jahren ihrer Amtszeit für Frauen in Deutschland verändert?

  • -Aktualisiert am
          8 Min.

          Im Jahr 2005 sagte Norbert Lammert einen Satz, der manchen Politikerinnen bis heute Gänsehaut macht. So erzählen sie es. Es war der 22. November, jener Tag, an dem die Abgeordneten des Bundestags Angela Merkel erstmals zur Kanzlerin wählten. Das Ergebnis dieser Abstimmung verkündete Lammert, der damals Bundestagspräsident war. „Nach Konrad Adenauer, Ludwig Erhard, Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und Gerhard Schröder ist damit die Abgeordnete Doktor Angela Merkel mit der erforderlichen Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Deutschen Bundestages zur ersten Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gewählt worden.“

          Applaus brandete auf. Als erster kam der abgewählte Kanzler Schröder zu Merkel und gratulierte. Ihm blieb jetzt nichts anderes mehr übrig. Andere klatschten Beifall, und noch mehr Gratulanten drängten heran. Lammert rief heiter, er habe den „begründeten Eindruck“, dass Merkel die Wahl annehme, und die versicherte: ja. Wieder Applaus. In den Trubel hinein sprach Lammert ins Mikrofon: „Liebe Frau Doktor Merkel, Sie sind damit die erste demokratische Regierungschefin in Deutschland. Das ist ein starkes Signal für viele Frauen, und für manche Männer sicherlich auch.“

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