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Merkel und das Virus : Lächeln in Zeiten von Corona

  • -Aktualisiert am

Bundeskanzlerin Angela Merkel beim Deutsch-Griechischen Wirtschaftsforum mit dem griechischen Ministerpräsidenten Kyriakos Mitsotakis (Zweiter von rechts) Bild: EPA

Kanzlerin Merkel hat sich erstmals ausführlich zur drohenden Pandemie geäußert. Sie macht das mit großer Zurückhaltung. Am Ende gewinnt sie der Lage sogar noch etwas Positives ab.

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          Fast zehn Minuten hatte Angela Merkel schon geredet, da kam sie auf das Coronavirus zu sprechen. Sie wolle „ein paar grundsätzliche Bemerkungen“ machen, sagte die Bundeskanzlerin am Montagnachmittag im „Haus der Deutschen Wirtschaft“. Das Virus sei auch in Deutschland angekommen, es sei sehr ansteckend, man habe keinen Impfstoff dagegen und auch noch kein Medikament.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Doch Merkel trug das nicht im Panikmodus vor. Der ist ihr ohnehin fremd. Die Verbreitung des Virus bedeute nicht, dass alle bisher ergriffenen Maßnahmen vergebens gewesen seien, machte sie ihren Zuhörern Mut. Das wirksamste Mittel im Kampf gegen Corona, so sagten es ihr alle Fachleute, sei eine Verlangsamung der Ausbreitung, der „Faktor Zeit“. Die sei erforderlich, „gerade auch um die Überlastung von Ärzten und Krankenhäusern“ zu vermeiden, die entstünde, wenn zu schnell zu viele Fälle von Corona-Erkrankung aufträten. Schließlich müssten auch Patienten mit anderen Leiden behandelt werden. „Wir erarbeiten uns wertvolle Zeit“, sagte Merkel. Das sei Zeit, in der auch die Wissenschaft forschen könne.

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