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Angela Merkel : „Nur Männer, das passt nicht mehr in die Zeit“

  • Aktualisiert am

Kanzlerin Angela Merkel Bild: dpa

Als Favoriten für die Nachfolge von Armin Laschet als CDU-Chef werden derzeit vor allem Männer gehandelt. Die scheidende Kanzlerin ist damit nicht zufrieden: Frauen müssten sich mehr zutrauen, fordert Merkel.

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          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft bei der Neuaufstellung ihrer Partei infolge der Niederlage bei der Bundestagswahl auf mehr Frauen in führenden Positionen. „Es muss weiter daran gearbeitet werden, dass sich Frauen insgesamt mehr zutrauen. Denn selbst wenn welche da sind, ist es ja nicht so, dass sie zum Beispiel um den Parteivorsitz rangeln“, sagte die frühere CDU-Vorsitzende der Süddeutschen Zeitung.

          „Wenn man eine Volkspartei sein will, muss man der Parität nahe kommen und sie wollen“, fügte die scheidende Kanzlerin hinzu. „Nur Männer, das passt nicht mehr in die Zeit.“

          Merkel: CDU und CSU werden Wahlergebnis aufarbeiten

          Nach der Wahlniederlage soll ein CDU-Sonderparteitag soll den gesamten Vorstand neu wählen. Parteichef Armin Laschet hatte angekündigt, eigene Ambitionen zurückzustellen. Als Anwärter für seine Nachfolge werden etwa Gesundheitsminister Jens Spahn, der Wirtschaftsexperte Friedrich Merz, Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus oder der Außenpolitiker Norbert Röttgen gehandelt.

          Merkel zeigte sich zuversichtlich, dass die Union die richtigen Konsequenzen aus der Wahlniederlage ziehen werde. „Das Ergebnis war nicht gut, das ist klar“, sagte sie. CDU und CSU seien dabei, es mit Blick auf Lehren für die Zukunft aufzuarbeiten. „Ich glaube, dass sie das sehr gut machen werden.“

          Bei der Bundestagswahl Ende September hatte die Union mit 24,1 Prozent das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte eingefahren. Seitdem ist sie Umfragen zufolge in der Wählergunst noch weiter gesunken.

          Den Vorwurf, es sei ein Fehler gewesen, 2018 den Parteivorsitz abzugeben, das Kanzleramt aber zu behalten, wies Merkel ebenso zurück wie den Eindruck einer wachsenden Distanz zur CDU. „Zusammen mit allen in meiner Partei und meiner Fraktion“ habe sie versucht, das Beste zu geben. „Und jetzt beginnt eine neue Zeit.“

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