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Rüstungsvorhaben : Angeklagter gesteht Weitergabe von Staatsgeheimnis

  • Aktualisiert am

Zwei Angeklagte müssen sich in Düsseldorf wegen Offenbarens von Staatsgeheimnissen verantworten. Bild: dpa

Der Mitarbeiter einer Rüstungsfirma gab an, einen braunen Umschlag mit einem Dokument von einem Bekannten entgegengenommen zu haben. Der „Geheim“-Stempel habe ihn jedoch eingeschüchtert, sagt er.

          Ein ehemaliger Kampfpilot hat gestanden, als Beschäftigter der Rüstungsindustrie ein geheimes Dokument aus dem Verteidigungsministerium weitergegeben zu haben. Es habe sich um eine Auflistung der künftigen Beschaffungsprojekte der Bundeswehr gehandelt, sagte der 60 Jahre alte Mann am Freitag beim Prozessauftakt vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht. Eines der Projekte sei für sein damaliges Unternehmen wichtig gewesen.

          Er habe das Dokument von einem befreundeten Beschäftigten eines anderen Rüstungsunternehmens auf einem Parkplatz in einem braunen Umschlag überreicht bekommen. Der 56 Jahre alte Mann ist ebenfalls angeklagt und schwieg bislang zu den Vorwürfen.

          Der 60 Jahre alte Angeklagte gab an, den Umschlag ungeöffnet in sein Auto gelegt und erst zu Hause hineingeschaut zu haben. „Als ich den Geheim-Stempel gesehen habe, ist es mir schaurig über den Rücken gelaufen. Ich war überrascht und mir war nicht wohl dabei“, sagte er. Nachdem er das Dokument in seiner Firma kopiert und weitergegeben habe, habe er sein Exemplar geschreddert.

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