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Ärger um Andreas Scheuer : Ein Minister gerät ins Schleudern

Hat sich ein großes Ziel für die deutsche EU-Ratspräsidentschaft vorgenommen: Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Bild: Reuters

Andreas Scheuer ist angezählt. Erst die gescheiterte Maut, jetzt der verpatzte Bußgeldkatalog. Sein Parteichef Söder lässt sich den Verdruss darüber anmerken. Was wird aus dem Bundesverkehrsminister?

          7 Min.

          Die Granden der CSU sind immer gut beraten, einen Sommer nicht einfach zu genießen, sondern auch auf das zu achten, was der jeweilige Vorsitzende im sogenannten Sommerinterview vor laufenden Kameras sagt. Horst Seehofer wies vor einigen Jahren seinen Innenminister Joachim Herrmann zurecht. Er warne davor, „durch pausenlose Zwischenrufe, Interviews oder sonst was“ die Planung der Maut zu gefährden. Herrmann hatte es gewagt, Maut-Ausnahmen für die Grenzregionen anzuregen, damit sich für das zentrale CSU-Vorhaben vielleicht mehr Leute begeistern. Herrmann galt damals noch als Allzweckwaffe der CSU. Seehofer stutzte ihn zurecht.

          Frank Pergande

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Jetzt hat Markus Söder im Sommerinterview Verkehrsminister Andreas Scheuer kritisiert. Nicht wegen der inzwischen gescheiterten Maut, sondern für die ebenso gescheiterte neue Straßenverkehrsordnung einschließlich neuem Bußgeldkatalog. Das sei „schlecht gelaufen“ und „sehr, sehr ärgerlich“, sagte Söder. Aber er blieb bei allem Tadel milde: „Ich finde, der Andi Scheuer hat jetzt die Möglichkeit, das noch einmal zu klären und gutzumachen.“ Zur allgemeinen Überraschung sagte Söder dann aber auch noch, er sei eigentlich kein Gegner eines Tempolimits auf Autobahnen.

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