https://www.faz.net/-gpf-90x7g

Rosneft : „Altkanzler Schröder macht sich zum russischen Söldner“

  • Aktualisiert am

Altkanzler Gerhard Schröder Bild: Frank Röth

CSU-Generalsekretär Scheuer attackiert den früheren Kanzler für seine Pläne beim russischen Staatskonzern Rosneft. Die Grünen verlangen eine Kürzung von Schröders Ruhegehalt.

          CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) wegen dessen Ambitionen beim russischen Staatskonzern Rosneft angegriffen. „Alt-Bundeskanzler Schröder macht sich zum russischen Söldner“, sagte Scheuer der „Bild am Sonntag“. „Schröders Rosneft-Engagement hat ein Geschmäckle, da werden private wirtschaftliche Interessen und Politik vermischt.“

          Der Grünen-Haushaltsexperte Tobias Lindner verlangte, die privaten Zusatzeinkünfte auf das Ruhegehalt des Altkanzlers anzurechnen. Schröder will Aufsichtsrat bei dem staatlichen Ölkonzern werden, der wegen der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit EU-Sanktionen belegt ist.

          SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte Schröder nach eigenen Angaben davon abgeraten, den Posten zu übernehmen. „Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass ein Bundeskanzler außer Dienst immer nur bedingt ein Privatmann ist“, sagte Schulz. Schröder hielt aber an seinem Vorhaben fest. „Ich glaube nicht, dass ich mit dem Mandat meiner Partei schade“, sagte der frühere SPD-Politiker der Schweizer Zeitung „Blick“. Aus der CDU wurde Schulz aufgefordert, sich deutlicher zu distanzieren.

          Die SPD ließ wissen, dass keine gemeinsamen Auftritte von Schulz und Schröder geplant seien. Beim Bundesparteitag Ende Juni hatte Schröder noch für Schulz geworben.

          Weitere Themen

          Großer Protest gegen Nationalismus Video-Seite öffnen

          Europa vor den Wahlen : Großer Protest gegen Nationalismus

          Eine Woche vor der Europawahl sind tausende Menschen in mehreren Städten in Deutschland auf die Straße gegangen, um ein Zeichen gegen Nationalismus zu setzen. Europaweit waren Demonstrationen in rund 50 Städten geplant.

          Österreich wird neues Parlament wählen Video-Seite öffnen

          Regierungskrise : Österreich wird neues Parlament wählen

          Der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen schlägt Neuwahlen im September vor. Sie seien nicht gewollt, sondern notwendig, erklärt Kanzler Kurz. Ein Video führte zum Bruch der Rechts-Koalition.

          Topmeldungen

          Wie weiter mit dem Brexit? : Das britische System liegt in Trümmern

          Womöglich kann das britische Parlament einen „No Deal“ nach der Europawahl nicht mehr verhindern. Dann müsste die EU sich auch an die eigene Nase fassen – sie hat zur Polarisierung der Politik im Vereinigten Königreich beigetragen.

          Deutschland beim ESC : S!sters am Ende

          Der deutsche Beitrag beim ESC landet mal wieder auf einem der letzten Plätze. Was haben die S!sters falsch gemacht? Und warum suchen sie die Fehler bei anderen?

          Meister Bayern München : Der stille Abgang des Jérôme Boateng

          Die Bayern feiern – nur einer will nicht mitmachen. Jérôme Boateng ist nur eine Randfigur. Er verlässt das Stadion wortlos als erster Münchner. Bei der abendlichen Feier steht Boateng gar nicht mit der Mannschaft auf dem Balkon.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.