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Alternative für Deutschland : Hacker posten Nazi-Tweets unter AfD-Account

  • Aktualisiert am

AfD-Wahlplakat in Cottbus, Brandenburg Bild: AFP

Die Alternative für Deutschland ist Opfer eines Hacker-Angriffs geworden. Die Partei spricht von einer gezielten „Denunziationskampagne“ angesichts der bevorstehenden Wahlerfolge in Brandenburg und Thüringen.

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          Unter dem Namen des hessischen AfD-Landesverbands sind im Internet-Kurznachrichtendienst Twitter neonazistische Sprüche verbreitet worden. Der Sprecher der eurokritischen Partei in Hessen, Thomas Orth, sprach am Sonntag von einem Hacker-Angriff in „zwei Wellen“. Insgesamt seien am Samstagabend um die 30 Nachrichten mit rassistischen und neonazistischen Sprüchen verbreitet worden. Die gefälschten Tweets seien inzwischen alle gelöscht worden.

          Unbekannte hatten Sprüche wie „Prost übrigens! Auf das Deutsche Reich!“ gepostet. In einem Tweet hieß es: „Ja, wir sind Nazis! Auch wenn offiziell immer gesagt wird, wir wären keine.“

          Die Alternative für Deutschland (AfD) bezeichnete die Aktion als gezielte „Denunziationskampagne“ angesichts ihres jüngsten Erfolgs bei der Landtagswahl in Sachsen und mit Blick auf die Wahlen in Thüringen und Brandenburg an diesem Sonntag. Wie die Hacker in den Account eindringen konnten, ist nach Angaben der Partei noch unklar.

          Unterdessen haben AfD-Gegner auch in Brandenburg zugeschlagen. In Frankfurt an der Oder wurde die Arztpraxis eines AfD-Direktkandidaten in der Nacht zu Sonntag mit Pflastersteinen beworfen. Wer hinter der Tat steckt, ist laut Polizei noch unklar. Fensterscheiben seien zu Bruch gegangen, verletzt wurde niemand. Die Partei gab zudem an, die Fassade sei beschmiert worden. „Wer so etwas tut ist, ist ein Feind der Demokratie“, sagte der AfD-Landesvorsitzende Alexander Gauland am Sonntag. Nach Mitteilung des Polizeipräsidiums wird wegen Sachbeschädigung ermittelt. Angaben zur Schadenshöhe wurden nicht gemacht.

          Die AfD darf sich an diesem Sonntag auf den Einzug in zwei weitere Landtage freuen. In Brandenburg sieht die Forschungsgruppe Wahlen die Partei in einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage bei 9,5 Prozent, in Thüringen liegt sie demnach bei immerhin 8 Prozent.
           

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