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Alltag eines Impfarztes : Alle wollen nur BioNTech

Stefan Monkowski impft einen Patienten. Bild: Frank Röth

Stefan Monkowski ist Hausarzt. Er impft Menschen gegen Covid-19 und würde gern noch mehr helfen. Doch ihm schlägt immer öfter Empörung entgegen. Und das nicht nur, wenn den Patienten der Impfstoff nicht passt.

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          Impfen könnte er eigentlich mehr, sagt Stefan Monkowski. Er ist Hausarzt. Der Kühlschrank in seiner Praxis ist gut gefüllt mit den kleinen Fläschchen. AstraZeneca gibt es immer. Rund fünfzig Dosen. Ebenso viele gibt es von Johnson & Johnson. Wer anruft und einen der beiden Impfstoffe will, kriegt auch einen Termin. Bei Johnson & Johnson derzeit Anfang Juli. Bei AstraZeneca kann es noch schneller gehen. „Wir können den Leuten teilweise anbieten: Ruf einfach an und mach in der regulären Sprechstunde einen Termin“, sagt Monkowski.

          Philip Eppelsheim
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Seine Praxis befindet sich in Butzbach, rund 40 Kilometer von Frankfurt entfernt. Im Empfangsbereich hängen signierte Trikots der Radfahrer Tony Martin und Primož Roglič an der Wand, außerdem Banksy-Street-Art: Charlie Brown mit Kippe und Benzinkanister. Im Wartezimmer hat Monkowski, 49 alt, eigentlich aus Bayern stammend, ein Motiv aus „Einer flog über das Kuckucksnest“ aufgehängt. Der Film spielt in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt, in der ein Neuankömmling alles aus den Fugen geraten lässt. „Da können die Patienten dann schon mal gucken und sich Gedanken machen“, sagt Monkowski.

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