https://www.faz.net/-gpf-a0i50

Allensbach-Umfrage : Was Deutschland von der Forschung hält

  • -Aktualisiert am

Wissenschaftler forschen unter strengsten Vorkehrungen mit Coronaviren in einem Hochsicherheitslabor im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Bild: dpa

Aussagen von Forschern haben gerade so viel Einfluss auf das tägliche Leben wie selten zuvor. Für die F.A.Z. fragt das Allensbach-Institut nach: Wie denken die Bürger während der Krise über die Wissenschaft?

          6 Min.

          Die Corona-Epidemie hat in den letzten Monaten nicht nur den Alltag der Bürger in vielerlei Hinsicht massiv verändert, sondern auch ihre Wahrnehmung des Staates, seiner Akteure und auch anderer gesellschaftlicher Gruppen. So ist in den vergangenen Wochen mit gutem Grund häufig die politikwissenschaftliche These zitiert worden, wonach Krisen die „Stunde der Exekutive“ seien. Tatsächlich zeigen die Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach, dass das Ansehen von Staat und Regierung in der aktuellen Ausnahmesituation deutlich gewachsen ist.

          Ebenso sehr wie der Blick auf die Regierung hat sich in der Krise auch der Eindruck verändert, den die Deutschen von der Wissenschaft haben. Sicherlich spielt hier die umfangreiche Medienberichterstattung eine Rolle, die sich selbst eher abstrakten, für viele Bürger schwer zugänglichen statistischen Aspekten wie Reproduktionsraten, Infektionswahrscheinlichkeiten und dem Verhältnis von Bevölkerungs-, Infektions- und Todeszahlen mit großer Gründlichkeit widmet. Diese Medienangebote stoßen auf großen Zuspruch. Der Podcast des Berliner Virologen Christian Drosten verzeichnet nach den Angaben des Norddeutschen Rundfunks mittlerweile mehr als 15 Millionen Abrufe. Man kann annehmen, dass sachliche, gründliche, differenzierte Darstellungen wissenschaftlicher Zusammenhänge in den Medien seit den Jahren Bernhard Grzimeks keine vergleichbare Reichweite mehr hatten.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            im F.A.Z. Digitalpaket

          : Aktion

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Die amerikanische Schriftstellerin Lily Brett

          Amerika in der Krise : Wie New York unter Trump und Corona leidet

          Donald Trump hat einen Grausamkeitskoeffizienten, der den größten Diktatoren zum Neid gereichen könnte, schreibt die Schriftstellerin Lily Brett. Über die Hoffnung der Amerikaner auf eine gerechtere Zukunft.
          Nahaufnahme einer Kanüle mit Tropfen und Spritze (Symbolbild)

          Entwicklung in Russland : „Wir können den Impfstoff früher zulassen“

          Russland will schon bald einen Impfstoff gegen das Coronavirus präsentieren. Kirill Dmitrijew, Chef des Russian Direct Investment Fund, hat ihn an sich selbst erprobt – und glaubt, im September könnten die Massenimpfungen losgehen.