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Allensbach-Umfrage : Was Deutschland von der Forschung hält

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Wissenschaftler forschen unter strengsten Vorkehrungen mit Coronaviren in einem Hochsicherheitslabor im Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig. Bild: dpa

Aussagen von Forschern haben gerade so viel Einfluss auf das tägliche Leben wie selten zuvor. Für die F.A.Z. fragt das Allensbach-Institut nach: Wie denken die Bürger während der Krise über die Wissenschaft?

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          Die Corona-Epidemie hat in den letzten Monaten nicht nur den Alltag der Bürger in vielerlei Hinsicht massiv verändert, sondern auch ihre Wahrnehmung des Staates, seiner Akteure und auch anderer gesellschaftlicher Gruppen. So ist in den vergangenen Wochen mit gutem Grund häufig die politikwissenschaftliche These zitiert worden, wonach Krisen die „Stunde der Exekutive“ seien. Tatsächlich zeigen die Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach, dass das Ansehen von Staat und Regierung in der aktuellen Ausnahmesituation deutlich gewachsen ist.

          Ebenso sehr wie der Blick auf die Regierung hat sich in der Krise auch der Eindruck verändert, den die Deutschen von der Wissenschaft haben. Sicherlich spielt hier die umfangreiche Medienberichterstattung eine Rolle, die sich selbst eher abstrakten, für viele Bürger schwer zugänglichen statistischen Aspekten wie Reproduktionsraten, Infektionswahrscheinlichkeiten und dem Verhältnis von Bevölkerungs-, Infektions- und Todeszahlen mit großer Gründlichkeit widmet. Diese Medienangebote stoßen auf großen Zuspruch. Der Podcast des Berliner Virologen Christian Drosten verzeichnet nach den Angaben des Norddeutschen Rundfunks mittlerweile mehr als 15 Millionen Abrufe. Man kann annehmen, dass sachliche, gründliche, differenzierte Darstellungen wissenschaftlicher Zusammenhänge in den Medien seit den Jahren Bernhard Grzimeks keine vergleichbare Reichweite mehr hatten.

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