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Allensbach-Umfrage : Den Deutschen ist der Fortschritt unheimlich

  • -Aktualisiert am

Wie wird die künftige Zusammenarbeit von Menschen und Maschinen aussehen? Ein Poster auf der Hannover Messe zeigt Roboter in einer Autofabrik. Bild: EPA

Von der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung sind viele überfordert. Selten war die Stimmung so fortschrittsskeptisch. Auch eine klare Vorstellung von der Digitalisierung haben nur wenige. Das hat Folgen für die Zukunft.

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          Vor einigen Jahren zeichnete der Jenaer Karikaturist Bernd Zeller das Bild dreier Steinzeitmenschen. Einer hält eine Fackel in der Hand, die beiden anderen betrachten ihn mit entsetztem Gesicht und sagen: „Feuer ist ein unkalkulierbares Risiko. Auf solchen Fortschritt können wir verzichten.“

          Tatsächlich kann man sich fragen, ob sich wohl vor einigen hunderttausend Jahren die Kulturtechniken, Essen zu kochen und Wohnungen zu heizen, durchgesetzt hätten, hätte es damals schon Kommissionen zur Risikobewertung und amtliche Zulassungsverfahren für neue Technologien gegeben. Jedenfalls illustriert die Zeichnung treffend die Stimmung, die in weiten Teilen der Bevölkerung in Bezug auf den technischen Fortschritt herrscht. Immer wieder in den letzten Jahrzehnten haben die Befragten in den Umfragen des Instituts für Demoskopie Allensbach ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber dem technischen Fortschritt zu Protokoll gegeben, aber selten war die Stimmung so fortschrittsskeptisch wie heute. Dies zeigen die Ergebnisse der jüngsten Befragung im Auftrag dieser Zeitung.

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