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Allensbach-Umfrage : Ostdeutsche haben wenig Vertrauen in Staat und Demokratie

  • -Aktualisiert am

Auch drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall ist für Ostdeutsche die Teilung präsenter als für Westdeutsche. Bild: Reuters

Drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall nähern sich Ost- und Westdeutschland bei Arbeitslosenquote, Produktivität und Lebenszufriedenheit an. Doch es gibt auch scharfe Trennlinien, die für die Landtagswahlen entscheidend werden könnten.

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          Vor annähernd drei Jahrzehnten skandierten die Teilnehmer der Montagsdemonstrationen in Leipzig zunächst „Wir sind das Volk“, später auch „Wir sind ein Volk“. Mit dem Fall der Mauer und der Wiederherstellung der Einheit von West- und Ostdeutschland kamen zwei Landesteile zusammen, deren Bevölkerung über viele Jahrzehnte sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht hatte, politisch wie gesellschaftlich und ökonomisch. Die Bedeutung und Nachhaltigkeit dieser unterschiedlichen Erfahrungen werden bis heute oft unterschätzt.

          Die Stimmungslage und Bilanz der eigenen materiellen Situation sind heute weitgehend ähnlich. 2018 war für die Mehrheit der Westdeutschen wie der Ostdeutschen ein gutes Jahr, nur jeder Fünfte zieht eine negative Bilanz. Genauso sind Ost- und Westdeutsche gleichermaßen optimistisch in dieses Jahr gestartet, lediglich 14 Prozent in Ost wie West mit Befürchtungen. Noch liegt die Arbeitslosenquote in Ostdeutschland mit 6,5 Prozent über dem Westniveau, hat sich jedoch über die vergangenen Jahre kontinuierlich verringert und nähert sich dem westdeutschen Arbeitsmarkt an. Unter den Erwerbstätigen zweifelt jeder Zehnte an der Sicherheit des eigenen Arbeitsplatzes; dies gilt für Ost wie West gleichermaßen.

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