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Streit in Landesverbänden : Gauland warnt AfD vor „absoluter Meinungsfreiheit“

Partei in Unruhe: Alexander Gauland im Juni im Bundestag mit den AfD-Politikerinnen Beatrix von Storch und Alice Weidel Bild: dpa

In mehreren AfD-Landesverbänden gibt es Ärger mit radikalen Kräften. Nun mahnt der Parteivorsitzende, der Streit dürfe nicht zu viel Raum einnehmen – sonst drohe eine Lähmung der Partei.

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          Die Führung der AfD sieht die Gefahr, dass die schweren Auseinandersetzungen in mehreren Landesverbänden die Partei langfristig lähmen könnten. „Ich sehe die Konflikte in einigen Landesverbänden mit Sorge“, sagte der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland der F.A.Z. „Es kann auf Dauer nicht gutgehen, wenn der Streit in der Partei mehr Raum einnimmt als die Auseinandersetzung mit dem politischen Gegner“, sagte Gauland am Montag.

          Stefan Locke

          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Eine Unterwanderung der Partei durch Rechtsextremisten sieht Gauland nach eigener Aussage aber nicht. Eine entsprechende Passage aus einem AfD-Papier, aus dem am Wochenende zitiert worden war, wollte er sich nicht zu eigen machen. Im Bundesvorstand sei darüber nicht gesprochen worden. Für eine Unterwanderung müsste „es zahlreiche Neueintritte geben, bei denen wir aufpassen müssen“, sagte er. Das sei aber nicht der Fall.

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