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Akzeptanz von Corona-Regeln : „Ein gewisses Maß an Angst ist notwendig“

Für die Akzeptanz des Mund-Nasen-Schutzes sei die Pflicht dazu entscheidend gewesen, sagt Cornelia Betsch von der Universität Erfurt. Bild: dpa

Um Corona-Regeln freiwillig zu befolgen, brauchen Menschen Vertrauen in die Politik – und Angst vor dem Virus. Insofern ist die Lage derzeit gar nicht schlecht, sagt Cornelia Betsch von der Universität Erfurt im Interview.

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          Frau Betsch, Sie befragen seit Beginn der Pandemie im Wochenrhythmus Menschen zur psychologischen Corona-Lage. Am Donnerstag haben die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten Verschärfungen der Schutzmaßnahmen beschlossen. Haben sie eine Chance auf breite Akzeptanz?

          Anna-Lena Ripperger
          Redakteurin in der Politik.

          Was wir aus unseren bisherigen Daten klar sagen können, ist, dass für die Akzeptanz immer zwei Faktoren entscheidend sind: das Vertrauen in die Bundesregierung und die Angst vor dem Virus. Das gefühlte Risiko steigt bei den Menschen gerade wieder leicht an. Auch einschränkende Maßnahmen werden wieder eher befürwortet. Es herrscht also ein relativ gutes Klima für Neuregelungen. Dabei müssen die Politiker aber darauf achten, dass sie das Vertrauen der Menschen nicht verspielen.

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