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Kanzlerkandidatenkür : Kramp-Karrenbauer zeigt keine Angst vor Urwahl

  • Aktualisiert am

Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bei ihrem Besuch der Enhanced Forward Presence (eFP) Battle Group am 10. Oktober im litauischen Rukla Bild: dpa

Beim Jahrestreffen der Jungen Union (JU) soll über den Antrag mehrerer Verbände auf Urwahl des Kanzlerkandidaten entschieden werden. Die CDU-Parteivorsitzende gibt sich gelassen.

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          Der CDU-Vorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer bereitet die Aussicht einer Urwahl des Kanzlerkandidaten keine Sorgen. Sie habe im vergangenen Jahr gezeigt, „dass ich vor keinem demokratischen Auswahlverfahren Angst haben muss“, sagte Kramp-Karrenbauer dem „Tagesspiegel“. Damit bezog sie sich auf die erfolgreiche Bewerbung um die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sie setzte sich damals im Rennen um den Parteivorsitz gegen Friedrich Merz und Jens Spahn durch.

          Beim Jahrestreffen der Jungen Union (JU), das am Freitag in Saarbrücken beginnt, soll auch über den Antrag mehrerer Verbände auf Urwahl des Kanzlerkandidaten entschieden werden. Traditionell hat bei der CDU die oder der Vorsitzende das Zugriffsrecht auf die Kanzlerkandidatur.

          „Wir haben in einigen Landesverbänden Urwahlen durchgeführt – nicht immer mit dem besten Ergebnis für den inneren Zusammenhalt“, bekräftigte Kramp-Karrenbauer im „Tagesspiegel“ ihre Ablehnung des Vorhabens. Wenn die Junge Union aber einen Antrag zur Urwahl beschließe, „wird der Bundesparteitag in Leipzig ihn auch debattieren“. Dieser findet am 22. und 23. November statt.

          Auf die Frage, ob sie den JU-Antrag als persönliche Attacke werte, sagte Kramp-Karrenbauer: „Ich war eine Reihe von Jahren in der der Jungen Union aktiv und kenne sie und ihre Debatten daher sehr gut. Ich hoffe allerdings, dass diese Frage die guten inhaltlichen Punkte, die auf dem JU-Deutschlandtag zur Debatte stehen, nicht völlig überlagern wird.“

          Die Abstimmung über den Antrag ist für den späten Freitagabend oder für Samstagvormittag geplant. Kramp-Karrenbauer, die wegen sinkender Zustimmungswerte unter Druck steht, wird erst zum Abschluss des Treffens am Sonntag vor den Delegierten sprechen. Auch ihre unterlegenen Mitbewerber um den CDU-Vorsitz sind als Redner eingeplant: Friedrich Merz will am Freitag ein Grußwort halten, Jens Spahn am Samstag. CSU-Chef Markus Söder spricht ebenfalls am Samstag zu den Delegierten.

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