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Freiwilliger Wehrdienst : Bitter nötig: Die Heimat schützen

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stellt ihre Pläne für ein Freiwilligenzeit bei der Bundeswehr vor. Bild: dpa

„Dein Jahr für Deutschland“: Das klingt wie aus grauer Vorzeit, ist aber hochaktuell. Corona zeigt, dass eine allgemeine Gefahr durch alle bekämpft werden muss.

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          Dienst für den Schutz der Heimat unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“: Das klingt für viele wie aus grauer Vorzeit, ist aber hochaktuell – und bitter nötig. Zum einen ist und bleibt die Landesverteidigung Kernaufgabe der Bundeswehr. Zum anderen zeigt nicht nur die Corona-Krise, dass unsere Heimat (und nicht nur unsere) auf vielfältige Weise bedroht ist. Die große Zahl der Bewerber deutet auf ein bemerkenswertes Interesse hin. Schon die Reaktionen auf den Vorschlag Annegret Kramp-Karrenbauers für eine allgemeine Dienstpflicht waren unter den Bürgern durchaus positiv.

          Das muss genutzt werden. Gerade die Corona-Krise hat schließlich offengelegt, dass eine allgemeine Gefahr am besten durch alle bekämpft werden kann. Jeder muss sich bewusst sein, dass durch die Beachtung recht einfacher Regeln, die seit langem allen bekannt sein sollten, schon längst viel mehr Freiheit möglich wäre. Und es sind auch andere Krisen denkbar, in denen es darauf ankommt, dass viele qualifizierte Träger des Gemeinwesens zur Verfügung stehen, die sich selbstlos in den Dienst des großen Ganzen stellen.

          Die Republik ist Sache eines jeden. Man weiß eben oft erst, was Heimat wirklich bedeutet, wenn sie bedroht ist. Auch wer sich in der Welt zu Hause fühlt, hat nicht überall Wurzeln und Heimat. Ihr Schutz ist wichtig, denn manch ein Verlust ist nicht wiedergutzumachen.

          Reinhard Müller

          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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