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AKK und das Kanzleramt : Merkel lässt sie laufen

Keine Freundinnen im klassischen Sinne: Merkel und Kramp-Karrenbauer bei einer Unions-Fraktionssitzung im Februar Bild: EPA

Die nächsten Schritte Richtung Kanzleramt muss Annegret Kramp-Karrenbauer selbst gehen. In der CDU wird ihr Drang zur Macht allerdings mit gemischten Gefühlen beobachtet.

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          Reinhold von Eben-Worlée lässt seine Worte einen Moment wirken. Annegret Kramp-Karrenbauer habe ihr Kommen gerade abgesagt, hat der Präsident der „Familienunternehmer“ seinen Verbandsmitgliedern verkündet. Ohne Erklärung. Erste Buh-Rufe kommen aus dem Publikum. Dann erst schiebt Eben-Worlée eine Begründung hinterher. Die CDU-Vorsitzende habe eine Augenentzündung.

          Eckart Lohse

          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Der Saal beruhigt sich, der Präsident findet ein paar freundliche Worte zu Kramp-Karrenbauer. Außerdem freue er sich, dass an ihrer statt Paul Ziemiak gekommen sei. „Sie könnten ja auch fast ein Jungunternehmer sein, so wie Sie aussehen“, frotzelt Eben-Worlée. Bevor er dem CDU-Generalsekretär das Mikrofon überlässt, teilt er noch gegen Wirtschaftsminister Peter Altmaier aus, einen Vertrauten von Angela Merkel. Er habe die Woche mit ihm gesprochen, das sei „äußerst fruchtbar“ gewesen, weil der Minister nicht – „wie sonst“ – viel geredet und wenig zugehört habe. Dann noch eine Beschwerde zum Dinner mit Altmaier – statt des in Aussicht gestellten Rinderfilets habe es Hühnchen gegeben.

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