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AKK bei der JU : Stein im Weg

  • -Aktualisiert am

Die CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer nach ihrer Rede Bild: Marcus Kaufhold

Die Urwahl-Idee ist in der CDU nun Realität. Für Kramp-Karrenbauers (unerklärte) Rivalen bietet sie eine vergleichsweise wenig anrüchige Art, um die eigene Vorsitzende aus dem Weg zu räumen.

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          Der freundliche Applaus, den Annegret Kramp-Karrenbauer auf dem Deutschlandtag der Jungen Union erhalten hat, bedeutet nicht viel. In Wirklichkeit hat Kubans Truppe der CDU-Parteivorsitzenden am Wochenende einen Stein in den Weg gelegt.

          Mit der Forderung, den Kanzlerkandidaten in einer Urwahl zu bestimmen, stellt die Jugendorganisation der Union eines der ältesten ungeschriebenen Vorrechte eines Parteivorsitzenden in Frage: den ersten Zugriff auf die Spitzenkandidatur. Das wird nicht automatisch dazu führen, dass die Schwesterparteien sich auf diesen unerprobten und schwierigen Prozess einlassen werden, schon allein, weil die CSU hier (zu Recht) um ihre Einflussmöglichkeiten bangt.

          Aber die Idee ist nun in der Welt, und wenn die Umfragewerte so mäßig bleiben wie bisher, dann könnte sie vielleicht doch noch vielen attraktiv vorkommen. Für Kramp-Karrenbauers (unerklärte) Rivalen wäre eine Urwahl jedenfalls eine vergleichsweise wenig anrüchige Art, um die Vorsitzende aus dem Weg zu räumen. Fortsetzung folgt nach der Wahl in Thüringen.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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