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Pläne des Wirtschaftsministers : Gesetzlicher Schutz für Bayerns Gerüche und Geräusche?

  • -Aktualisiert am

Kuhglockengeläut erfreut nicht jeden. Bild: mauritius images / Volkerpreusse

Hahnenkrähen und Backstubenduft: Der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger will regionaltypische Gerüche und Geräusche gesetzlich schützen lassen. Doch was soll künftig zum „sensorischen Kulturerbe“ dazugehören?

          3 Min.

          Jüngst hat der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger in einem Gespräch mit Journalisten ein paar Ansagen gemacht. Beachtung fand vor allem, was der Freie-Wähler-Chef zu den Themen Impfen (Warnung vor „Apartheidsdiskussion“) und Wasserstoff (angeblich die Zukunft) sagte. Dabei hatte Aiwanger an dem Abend in einem Münchner Gasthaus noch ein ganz anderes Schmankerl parat: Er will sich nämlich einsetzen für den Schutz „regionaltypischer Geräusche und Gerüche“ wie das Hahnenkrähen oder den Backstubenduft, um entsprechenden Klagen von, wie sein Ministerium hernach konkretisierte, „neu Zugereisten“ vorzubeugen.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Aiwangers Ziel ist aber nicht etwa, Einheimische gegen Zugereiste auszuspielen oder Traditionalisten gegen neureiche Schnösel. Ihm geht es vielmehr um „mehr Versöhnung und weniger Spaltung in der Dorfgemeinschaft“ sowie zwischen „Stadt und Land“. Anknüpfungspunkt, so sein Ministerium, sei das einschlägige Bundesimmissionsschutzgesetz, das angepasst werden müsste. Federführung im Freistaat hätte das Umweltministerium, das passenderweise auch von einem Freien Wähler, Thorsten Glauber, geführt wird. Man sei bereits „in guten Gesprächen“.

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