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Afghanistan und Mali : Kabinett verlängert Bundeswehr-Einsätze

  • Aktualisiert am

Koulikoro: Bundeswehrsoldaten bilden malische Pioniere aus. Bild: dpa

Das Bundeskabinett hat zum letzten Mal das Mandat für den zum Jahresende auslaufenden Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan verlängert. Zudem wird die Bundeswehrtruppe in Mali aufgestockt.

          Der seit zwölf Jahren laufende Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan wird ein letztes Mal um zehn Monate verlängert. Das Kabinett beschloss am Mittwoch eine entsprechende Vorlage für den Bundestag, der eine Verlängerung des auslaufenden Mandats noch billigen muss. Die Zustimmung gilt als sicher.

          Mit dem Abschluss der internationalen Isaf-Mission Ende des Jahres soll auch der deutsche Kampfeinsatz am Hindukusch enden. Die Bundeswehr bleibt allerdings zur Ausbildung und Beratung der afghanischen Truppen im Land.

          Das Kabinett billigte auch den Fortschrittsbericht für Afghanistan. In dem Papier heißt es, die Sicherheitslage am Hindukusch sei in den meisten Gebieten ausreichend kontrollierbar. In den ländlichen Regionen im Osten und Süden sei die Lage allerdings überwiegend oder gar nicht kontrollierbar.

          Neben der Verlängerung des Afghanistan-Mandats beschloss das Kabinett eine Aufstockung der Bundeswehrtruppe im westafrikanischen Mali. Wenn der Bundestag zustimmt, steigt die Obergrenze von derzeit 180 auf 250 Soldaten. In Mali beteiligt sich die Bundeswehr seit einem Jahr an einer EU-Mission zur Ausbildung der malischen Armee, die im Norden des Wüstenstaats gegen islamistische Rebellen kämpft. Zudem sind rund 70 deutsche Soldaten beim Lufttransport in Mali und im Nachbarland Senegal im Einsatz.

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