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Reise nach Südafrika : AfD will Treffen von Bystron mit rechtsextremer Gruppe prüfen

  • Aktualisiert am

Der bayerische AfD-Bundestagsabgeordnete und landesvorsitzende Petr Bystron Bild: dpa

Der bayerische AfD-Bundestagsabgeordnete Petr Bystron hat sich auf einer Südafrika-Reise mit der Gruppe Suidlanders getroffen und ein Schießtraining absolviert. Jetzt will die Partei das Treffen aufklären.

          Die AfD-Fraktion im Bundestag will sich ein Treffen ihres Mitglieds Petr Bystron mit Angehörigen einer rechtsextremen Gruppe in Südafrika näher anschauen. „Man wird in der nächsten Sitzung des Fraktionsvorstandes darüber sprechen müssen“, sagte Sprecher Christian Lüth am Mittwoch auf Anfrage. Der bayerische AfD-Bundestagsabgeordnete hatte auf einer Reise nach Südafrika die Gruppe Suidlanders getroffen und ein gemeinsames Schießtraining absolviert.

          Die von Bystron beantragte Dienstreise wurde vom Bundestag bezahlt. Entsprechende Informationen des ARD-Politikmagazin „Report Mainz“ bestätigte das Parlament auf Anfrage. „Der Bundestagspräsident hat die Einzeldienstreise auf der Grundlage des Antrags genehmigt“, teilte ein Sprecher mit. Zuvor habe der Auswärtige Ausschuss des Parlaments ein positives Votum zu dem Antrag abgegeben.

          Bystron ist Obmann der AfD im Auswärtigen Ausschuss. Er bestätigte dem Magazin seine Teilnahme am Schießtraining. Die Suidlanders sind eine protestantisch inspirierte Vereinigung von Weißen mit einer Vorliebe für Waffen und rassistischer Tendenz.

          Von SPD und Grünen kam heftige Kritik. Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann schrieb auf Twitter, wenn Bystron wirklich an einem solchen Schießtraining teilgenommen habe, wäre das ein Fall für den Verfassungsschutz. „Und es dürfte seine letzte Dienstreise gewesen sein.“ Die Grüne Britta Haßelmann erklärte: „Die AfD kann nicht ernsthaft so tun, als hätte sie nichts mit Rassismus zu tun.“

          Bystron selbst erklärte „Report Mainz“, er habe keine Berührungsängste mit den Suidlanders. Das sei eine Organisation der südafrikanischen Zivilgesellschaft. „Ich habe das so empfunden, dass das eine Organisation ist von überwiegend weißen Farmern, die Angst haben um ihr Leben und die sich organisieren, um zu überleben, sollte es zum schlimmsten Fall kommen.“ Vor seinem Einzug in den Bundestag war Bystron eine Zeit lang wegen Sympathiebekundungen für die rechtsextreme „Identitäre Bewegung“ vom bayerischen Verfassungsschutz beobachtet worden.

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