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Gauland über Bürgerlichkeit : „Ich kann ja nichts dafür, wenn einige Leute spinnen“

Immer noch bürgerlich? Alexander Gauland in Berlin. Bild: AFP

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hält sich und seine Partei für bürgerlich. Daran ändern seiner Meinung nach auch NPD-Parolen, Revolutionsträume und die Überzeugungen von Björn Höcke nichts. Ein Interview.

          5 Min.

          Herr Gauland, Sie haben Björn Höcke und Ihre Partei, die AfD, als „bürgerlich“ bezeichnet. Als eine MDR-Moderatorin das kürzlich tat, hieß es vom Sender, das sei ein Versprecher gewesen. War es das bei Ihnen auch?

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nein, ich habe schon immer gesagt, dass wir eine bürgerliche Partei sind.

          Was bedeutet der Begriff für Sie?

          Er hat eine lange Geschichte. Heute bedeutet er, dass man den Nationalstaat – wie schon Ralf Dahrendorf sagte – für den Resonanzboden von Freiheit, Recht und Demokratie hält. Dass man nicht den Versuch macht, auf übernationale Konstrukte auszuweichen. Dass man die Eigentumsordnung und die rechtliche Grundordnung respektiert. Dass man nicht auf die Idee kommt, mit einer Ökodiktatur die individuelle Mobilität einzuschränken. Dass man nicht auf die Idee kommt, Wohnungsbaugesellschaften zu enteignen. Das sind alles unbürgerliche Dinge.

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