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AfD : Übernimmt der rechte „Flügel“ das Kommando?

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Bild: FAZ.NET

Die Erfolge der AfD bei den Landtagswahlen im Osten könnten den Einfluss des rechtsnationalen „Flügels“ in der Partei noch stärken, analysiert F.A.Z.-Korrespondent Markus Wehner in seinem Video-Kommentar.

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          Nicht erst seit dem jüngsten ZDF-Interview mit dem thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke ist die Debatte um den rechtsnationalen „Flügel“ der Partei voll entbrannt.

          Der „Flügel“ um Höcke stellt nach einem Beschluss des AfD-Schiedsgerichtes des bayerischen Landesverbandes eine eigenständige, für die AfD schädliche Organisation dar. Es sei „nicht mehr zu verneinen“, dass der „Flügel“ in einem „Konkurrenzverhältnis“ zur AfD stehe, hieß es in dem Beschluss vom 30. Juni, der der F.A.Z. vorlag. Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft den „Flügel“ als „Verdachtsfall“ im Bereich des Rechtsextremismus ein.

          Derzeit könne knapp jedes fünfte Mitglied der AfD, schätzte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen vor kurzem, dem rechtsnationalen „Flügel“ zugerechnet werden. „Diejenigen, die sich explizit dem „Flügel“ zugehörig fühlen, das sind wahrscheinlich nicht einmal 20 Prozent der Mitglieder. Aber das ist nur ein grober Richtwert“, sagte er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Wenn man diejenigen mitzählt, die mit dieser Strömung der Partei sympathisieren, dann sind wir vielleicht bei 30 Prozent.“

          Nach den Erfolgen der AfD bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen könnte der Einfluss von Höckes „Flügel“ aber noch weiter wachsen, analysiert unser Korrespondent Markus Wehner. Sehen Sie seine Einschätzung im Video.

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