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Landtagswahlen im Osten : AfD stellt siebenstellige Summe für Wahlkampf bereit

  • Aktualisiert am

AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Thüringen: Björn Höcke (Archivbild) Bild: dpa

Damit die AfD 2019 bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gut abschneidet – und vielleicht sogar die CDU und die SPD überholt, will der Bundeskonvent einem Medienbericht zufolge mehr als eine Millionen Euro zur Verfügung stellen.

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          Im kommenden Jahr will die AfD im Osten Deutschlands Geschichte schreiben. Bei drei Landtagswahlen hat sie die Chance, CDU und SPD als stärkste Kraft abzulösen. Gilt die Alternative für Deutschland auch als Wahlalternative? In einer aktuellen Umfrage liegt sie in Brandenburg mit 23 Prozent gemeinsam mit der SPD vorn, in Thüringen einen Prozentpunkt hinter der CDU gleichauf mit den Linken (je 22). In Sachsen beträgt der Rückstand der AfD auf die Union zwar vier Punkte, zur Bundestagswahl 2017 konnte sie hier aber schon einmal an der Union vorbeiziehen.

          Der sächsische AfD-Partei- und Fraktionschef Jörg Urban blickt dem Wahljahr optimistisch entgegen. „Wir haben die Chance, stärkste Kraft in Sachsen zu werden“, sagte er. Die Große Koalition in Sachsen könnte Umfragen zufolge die Mehrheit verlieren. Auch AfD-Parteichef Alexander Gauland ist zuversichtlich. Dem „Spiegel“ sagte er: „Vor allem in Sachsen haben wir echte Chance, stärkste Kraft zu werden.“

          Siebenstellige Summe für die Wahlkämpfe im Osten

          Damit sich diese Chancen erhöhen, will die AfD dem „Spiegel“ zufolge mehr als eine Millionen Euro für die Wahlkämpfe in Sachsen, Thüringen und Brandenburg ausgeben. Das soll der AfD-Bundeskonvent beschlossen haben. Allein in den sächsischen Wahlkampf sollen demnach 500.000 Euro investiert werden, in den sechs Monaten vor der Wahl soll es 800 Veranstaltungen geben.

          Für den Wahlkampf in Thüringen soll Spitzenkandidat Björn Höcke 300.000 Euro erhalten. Höcke, der für den ultrarechten Flügel in der AfD steht, hält sich bisher bedeckt zu den Wahlchancen seiner Partei. Zuletzt hatte er viel damit zu tun, sich über die Entscheidung des Verfassungsschutzes aufzuregen, die Thüringer AfD zum Prüffall zu erklären. Gauland gab dem umstrittenen Politiker dagegen Rückenwind. Der Verfassungsschutz gerate immer mehr zu einem „politischen Kampfinstrument“, sagte er dem „Spiegel“.

          Für die AfD in Brandenburg tritt Andreas Kalbitz an. Er ist dort Landes- und Fraktionschef und wird dem äußerst rechten Flügel zugerechnet. Kalbitz rechnet sich auch Chancen darauf aus, in Brandenburg mit der AfD stärkste Kraft zu werden. Damit es so kommt, stellt die Partei Kalbitz für den Wahlkampf laut „Spiegel“ 250.000 Euro zur Verfügung. Denn das ist gar nicht so unwahrscheinlich: Umfragen zufolge schwächelt die SPD, die seit fast 30 Jahren das Land regiert – und die AfD in Brandenburg liegt gleichauf mit ihr.

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