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AfD-Spender : Verschleierte Herkunft

Die Parteispendenaffäre der AfD erinnert an die Skandale der „Altparteien“.

          1 Min.

          Die Spendenaffäre der AfD wird immer spannender. Zunächst war enthüllt worden, dass eine Schweizer Firma treuhänderisch dem Kreisverband der Fraktionsvorsitzenden Weidel 132.000 Euro überwiesen hatte, in 18 Tranchen. Aus einem anonymen Gönner wurden später 14, aber auch an dieser Darstellung hat die Staatsanwaltschaft nun Zweifel.

          Mehrere der Genannten sollen nur als Strohmänner gedient haben. Somit ist weiterhin unklar, aus welchen Quellen die Mittel stammen, die vor der letzten Bundestagswahl der AfD auf illegalem Weg zuflossen. Mehr und mehr sieht es jedoch danach aus, dass die wahre Herkunft verschleiert werden sollte in einer Weise, die man aus der Vergangenheit der „Altparteien“ kennt, zu denen die „Alternative für Deutschland“ die Antithese sein wollte.

          Dieser schon vielfach ramponierte Anspruch nimmt in diesem Fall nur dann keinen weiteren Schaden, wenn, wie von Weidels Sprecher behauptet, tatsächlich ein Konto „kontaminiert“ wurde, um Weidel zu schaden – und wenn diese angebliche Verschwörung nicht Mittel in einem parteiinternen Machtkampf ist.

          Berthold Kohler
          Herausgeber.

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