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AfD-Spende : Bundesgeschäftsführer hat keine Erklärung

  • -Aktualisiert am

Bei der Spende handelt es sich um 130.000 Euro, die 2017 in mehreren Tranchen auf das Konto des Kreisverbandes der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel geflossen waren. Bild: dpa

Im Zusammenhang mit einer mutmaßlich illegalen Geldspende an die AfD gibt es neue Ungereimtheiten. Dem Eindruck, dass Geldflüsse verschleiert werden sollen, konnte die AfD auf Nachfrage der F.A.S. nichts entgegensetzen.

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          Im Zusammenhang mit einer mutmaßlich illegalen Geldspende an die AfD gibt es neue Ungereimtheiten. Dabei geht es zum einen darum, wer der oder die Spender überhaupt sind; zum anderen darum, auf welchen Wegen diese die AfD sonst noch gefördert haben könnten. Dem Eindruck, dass Geldflüsse verschleiert werden sollen, konnte die AfD auf Nachfrage dieser Zeitung nichts entgegensetzen.

          Konrad Schuller

          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          Bei der Spende handelt es sich um 130.000 Euro, die 2017 in mehreren Tranchen auf das Konto des Kreisverbandes der AfD-Fraktionsvorsitzenden Alice Weidel geflossen waren. Im Rechenschaftsbericht für 2017, der diese Woche veröffentlicht wurde, schreibt die AfD, dass das Geld von „mehreren Personen“ stamme, „die nach unserem Wissensstand deutsche Staatsangehörige oder EU-Staatsbürger sind“. Überwiesen worden war das Geld allerdings von der Schweizer Firma PWS Pharmawholesale. Der Inhaber hatte noch vor zwei Monaten erklären lassen, er habe im Auftrag eines reichen Mannes gehandelt, der in Zürich lebe und unerkannt bleiben wolle. Diese Art des Spendens schien aus mehreren Gründen verdächtig; die Staatsanwaltschaft Konstanz nahm Ermittlungen auf.

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