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AfD-Politiker Tino Chrupalla : „Es ist infam, uns eine Mithaftung an Halle zu unterstellen“

Gaulands potentieller Nachfolger: Tino Chrupalla Bild: Jens Gyarmaty

Er gilt als potentieller Gauland-Nachfolger: Im Interview erklärt AfD-Politiker Tino Chrupalla, dass er an die AfD-Spitze strebt und wehrt sich gegen Vorwürfe nach dem Halle-Attentat – diese seien „konstruiert“.

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          Bundesinnenminister Horst Seehofer und andere Politiker haben der AfD vorgeworfen, als geistiger Brandstifter den Boden für das antisemitisch motivierte Attentat in Halle bereitet zu haben.Was sagen Sie dazu, Herr Chrupalla?

          Das erscheint mir etwas konstruiert. Wann haben Sie von der AfD das letzte Mal eine judenfeindliche Äußerung gehört, oder wann hat ein Parteimitglied zu Gewalt aufgerufen? Im Gegenteil, wir haben immer wieder betont, dass wir Extremismus ablehnen, links oder rechts oder religiös motiviert. Es ist infam, uns jetzt in Mithaftung zu nehmen. Ich bin über die Tat genauso entsetzt wie jeder andere Mensch in diesem Land. Es beunruhigt mich zutiefst, dass wir fast jede Woche solche Horrormeldungen ertragen müssen. Die AfD ist übrigens die einzige Partei, die vor dem Import des muslimischen Antisemitismus gewarnt hat.

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