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F.A.Z. Exklusiv : AfD-Politiker mit Migrationshintergrund gründen Verein

Die AfD hat unter Deutschen mit Migrationshintergrund wenig Anhänger – eine neue Gruppe will das ändern. Bild: dpa

Nach den „Homosexuellen in der AfD“ und den „Juden in der AfD“ steht der Partei die Gründung einer weiteren Gruppe bevor. Ihre Anhänger wollen das Image der AfD verbessern.

          Mehrere AfD-Politiker, die einen Migrationshintergrund haben, wollen einen Verein mit dem Namen „Die Neudeutschen“ gründen. Er setzt sich das Ziel, „patriotisch gesinnte Bürger mit Migrationshintergrund“ für die AfD zu werben. Das sagte der Bundestagsabgeordnete Anton Friesen, einer der Initiatoren des Vereins, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagsausgabe). Es gehe auch darum, gegen das Image der AfD als Partei der Ausländerfeinde anzugehen, äußerte Friesen, der als Russlanddeutscher im Kindesalter nach Deutschland kam.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Der Verein soll am Samstag in Frankfurt am Main gegründet werden.
          In einem „Neudeutschen Manifest“ werben die Initiatoren für die Bewahrung der „abendländischen Zivilisation“ und der deutschen Sprache. Zu den Forderungen der Gruppe gehört die „Vermittlung einer positiven Identifikation mit der deutschen Kultur und Geschichte im gesamten Bildungswesen“, die „Erziehung zum Patriotismus von Anfang an“ und eine „umfassende Deislamisierung Deutschlands“ und ein „hartes Vorgehen gegen jeglichen Antisemitismus“.

          Das Manifest unterzeichnet hat neben Friesen der einzige verbliebene AfD-Abgeordnete in der Bremer Bürgerschaft Alexander Tassis, der einen griechischen Vater hat und in einem Kommentar Angela Merkel mit Walter Ulbricht und Adolf Hitler verglich. Unterstützt wird das Projekt auch von der Deutsch-Iranerin Laleh Hadjimohamadvali. Die AfD-Politikerin aus Saarbrücken war Ende vergangenen Jahres wegen Volksverhetzung und Verbreitung kinderpornografischer Schriften zu einer Geldstrafe von 1800 Euro verurteilt worden, nachdem sie das Foto eines Mädchens auf Facebook veröffentlicht hatte, das nach ihrer Aussage von einem Mann in orientalischer Tracht missbraucht werde. Unterstützt wird die Gründung der Neudeutschen auch von Adrian Ochmanski aus Nordrhein-Westfalen und von Emanuel Bernhard Krauskopf, der die Vereinigung „Juden in der AfD“ initiierte.

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