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Nach „Rassenvergleich“ : AfD-Bundessprecher: Höcke schadet der Partei

  • Aktualisiert am

„Parteischädigend“?: der thüringische AfD-Fraktionsvorsitzende Björn Höcke (Mitte) Mitte November auf einer Demonstration in Erfurt Bild: dpa

„Parteischädigendes Verhalten“ hat AfD-Bundessprecher Meuthen dem thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke vorgeworfen. Droht jetzt doch ein Parteiausschlussverfahren?

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          Der AfD-Bundessprecher Jörg Meuthen hat dem thüringischen Parteivorsitzenden Björn Höcke parteischädigendes Verhalten vorgeworfen. Mit dessen jüngsten Aussagen unter anderem zum „lebensbejahenden afrikanischen Ausbreitungstyp“ sei er nicht glücklich, sagte Meuthen, der auch Landesvorsitzender in Baden-Württemberg ist, in Stuttgart. „Er muss in nächster Zeit lernen, seine Worte sorgsamer zu wägen und auch manche Äußerung inhaltlich zu überdenken.“

          Gelinge ihm das glaubhaft, gebe es keinen Grund, warum er die Partei verlassen sollte, so Meuthen weiter. Der AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Baden-Württemberg betonte aber auch: „Verändert er sein Verhalten nicht und waren das keine Ausrutscher, ist die AfD nicht die richtige Partei für ihn.“ Der Hochschullehrer Meuthen fügte hinzu: „Es liegt an ihm selbst, seinen Weg zu wählen.“

          Der Bundesvorstand hatte ein Parteiausschlussverfahren gegen Höcke am Freitag vermieden, ihn aber „nachdrücklich“ aufgefordert, „zu prüfen, inwieweit seine Positionen sich noch in Übereinstimmung mit denen der AfD befinden“.

          Kritisierte Höcke schon nach Bekanntwerden der „Rasse“-Vergleiche: Jörg Meuthen, stellvertretender Bundesvorsitzender der AfD, aufgenommen im Juli in Pforzheim
          Kritisierte Höcke schon nach Bekanntwerden der „Rasse“-Vergleiche: Jörg Meuthen, stellvertretender Bundesvorsitzender der AfD, aufgenommen im Juli in Pforzheim : Bild: dpa

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