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Machtkampf in der AfD : Meuthens Schachzug ist nur der Anfang

Flügelkämpfer der AfD: Andreas Kalbitz (links) und Jörg Meuthen im Brandenburger Landtagswahlkampf Bild: dpa

Indem er die Spaltung der Partei ins Spiel brachte, ist der AfD-Chef dem rechtsextremen „Flügel“ zuvorgekommen. Dessen Chefstratege hatte selbst Pläne für eine eigene Ost-Partei. Mit dem riskanten Manöver hat Meuthen sein Ziel erreicht – vorläufig.

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          Man kann Jörg Meuthen für einen Opportunisten halten, der sich mal so und mal anders positioniert. Doch der Bundessprecher, der seit bald fünf Jahren an der Spitze der „gärigen“ Alternativen für Deutschland steht, hat ein Gespür für Machtpolitik. Dass der 58 Jahre alte Ökonomieprofessor zweimal mit rund 70 Prozent, zuletzt vor vier Monaten, zum Vorsitzenden wiedergewählt wurde, spricht dafür.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Nun aber hat Meuthen scheinbar einen schweren Fehler gemacht, indem er die Spaltung der Partei ins Spiel brachte. Der „Flügel“ um Björn Höcke und Andreas Kalbitz, vom Verfassungsschutz nun als Rechtsextremisten bezeichnet, könnte sich als eigene Partei organisieren, schlug Meuthen vor wenigen Tagen in einem Interview vor.

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