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Emnid-Sonntagstrend : Weitere Umfrage sieht AfD als zweitstärkste Partei

  • Aktualisiert am

Die AfD etabliert sich offenbar im deutschen Parteiensystem. Bild: dpa

Ein weiteres Meinungsforschungsinstitut meldet den Aufstieg der AfD zur zweitstärksten Kraft in der Wählergunst. Die Union kommt auf einen historisch schlechten Wert.

          Ein weiteres Meinungsforschungsinstitut meldet den Aufstieg der AfD zur zweitstärksten Kraft im aktuellen politischen Stimmungsbild. Laut dem Emnid-Sonntagstrend für die „Bild am Sonntag“ überholte die AfD die SPD. In der wöchentlichen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts legt die AfD um einen Zähler auf 17 Prozent zu, die SPD gibt im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab und landet bei 16 Prozent. Auch CDU und CSU verlieren einen Zähler und kommen nur noch auf 27 Prozent. Das ist der bisher tiefste Wert für die Union im Sonntagstrend. Die Grünen erreichen 15 Prozent, die Linken 11 und die FDP 10 Prozent.

          Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden die Regierungsparteien SPD, CDU und CSU laut Emnid zusammen nur noch 43 Prozent der Stimmen bekommen. Damit hat die große Koalition derzeit bei allen großen Forschungsinstituten, mit Ausnahme von Allensbach, die Mehrheit bei der Sonntagsfrage verloren. Die Regierungsparteien kommen durchgängig auf 43 bis 45 Prozent der Stimmen (Allensbach: 51 Prozent). Bei der Bundestagswahl 2017 erhielten sie zusammen noch 53,4 Prozent.

          Bei den anderen Parteien ist die Bandbreite ebenfalls groß: Die AfD, in mehreren Umfragen zweitstärkste Partei, kommt auf 15 bis 18 Prozent. Die Grünen erreichen Stimmenanteile von 12,5 bis 17 Prozent. Die Linke liegt bei durchschnittlich 10 Prozent, FDP bei 9 Prozent. Aus statistischen Gründen haben solche Umfragen je nach Stimmenanteil eine Unsicherheit von 2 bis 3 Prozent nach oben und nach unten.

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          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

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