Nordrhein-Westfalen : AfD-Landeschef sollte Offenbarungseid leisten
Der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende und Europaabgeordnete Marcus Pretzell ist von einer Bielefelder Obergerichtsvollzieherin zur Abgabe einer Vermögensauskunft aufgefordert worden, die im Volksmund als „Offenbarungseid“ bezeichnet wird. Pretzell hat dieser Auskunftspflicht im November 2014 und im Januar 2015 nicht Folge geleistet. Das geht aus Eintragungen in das Schuldnerregister durch das Vollstreckungsgericht Bielefeld hervor, die der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorliegen. Damit gerät Pretzell in den Verdacht, bei seiner Rechtfertigung für eine von ihm verursachte Pfändung des Parteikontos einen falschen Eindruck erweckt zu haben. Sollte dieser Vorwurf zutreffen, könnten Forderungen nach Pretzells Rücktritt zunehmen, die seit Wochen aus dem Landesvorstand gegen ihn erhoben werden. An diesem Freitag entscheidet der AfD-Bundesvorstand zudem über eine Untersuchung der Affäre.

