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Neue Umfrage : AfD erstmals knapp vor SPD

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Die neue SPD-Parteispitze um Andrea Nahles und Olaf Scholz muss schon in ihrer Anfangsphase mit Rückschlägen zurechtkommen. Bild: dpa

Während die CDU stabil bleibt, sinken die Umfragewerte der SPD immer weiter. In einer aktuellen Umfrage rutscht sie erstmals hinter die AfD und wird nur noch drittstärkste Kraft.

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          Die vielen Personalwechsel und Diskussionen an der Parteispitze haben der SPD offenbar enorm geschadet: Die SPD liegt in einer bundesweiten Umfrage erstmals nur noch auf dem dritten Platz hinter der AfD. Laut dem von der „Bild“-Zeitung (Dienstagsausgabe) veröffentlichten „Meinungstrend“ des Instituts Insa verlieren die Sozialdemokraten einen Prozentpunkt und kommen auf 15,5 Prozent. Die AfD würde demnach einen Punkt zulegen und liegt nun bei 16 Prozent.

          Die CDU/CSU verbessert sich der Umfrage zufolge um 2,5 Prozentpunkte, sie landet nun bei 32 Prozent. Auf Platz vier liegen die Grünen mit unverändert 13 Prozent. Die Linke erreicht elf Prozent, nachdem sie 0,5 Prozent verloren hat. Die FDP verliert eineinhalb Punkte, sie kommt in der Umfrage nur noch auf neun Prozent.

          SPD verliert Status als Volkspartei

          Union und SPD verfügten demnach im Bundestag mit zusammen 47,5 Prozent nicht mehr über eine parlamentarische Mehrheit. Die SPD verliert somit langsam ihren Status als Volkspartei. Selbst mit den Anteilen der zweitstärksten Partei, der AfD, zusammengenommen, kommt die drittstärkste Partei nicht mehr an die CDU heran. Ein Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, Grünen und FDP wäre hingegen weiterhin möglich, mit zusammen 54 Prozent.

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          Das Votum der SPD-Parteimitglieder, die über den Koalitionsvertrag mit der Union abstimmen sollen, hat in dieser Woche begonnen. Auf sieben Regionalkonferenzen hat die neue SPD-Spitze um Andrea Nahles noch die Gelegenheit, für die große Koalition zu werben. Viel Zeit bleibt ihnen aber nicht: Die etwa 463.000 Genossen können noch bis zum 2. März ihre Stimme abgeben.

          Für den neuen „Insa-Meinungstrend“ wurden vom 16. bis 19. Februar insgesamt 2040 Bürger befragt. In der Regel haben Umfragen einen Fehlerbereich, in dem die tatsächlichen Werte in der Gesamtbevölkerung von denen in den Erhebungen nach oben sowie nach unten abweichen können.

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