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AfD : Die Rutschbahn der Rechten

Um glaubwürdig zu sein, müsste die AfD andere Gruppen ins Visier nehmen: nicht „Combat 18“, sondern etwa die Identitäre Bewegung. Bild: dpa

Die AfD fordert, wie viele andere, das Verbot von „Combat 18“. Um glaubwürdig zu sein, müsste die Partei aber ganz andere Gruppen ins Visier nehmen.

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          Mit ihrer Forderung, die rechtsextremistische Gruppe „Combat 18“ zu verbieten, macht die AfD sicher nichts falsch. Sie fordert nur, was alle anderen auch fordern, bringt alle anderen aber in Verlegenheit, weil die nicht unterstützen wollen, was die AfD fordert, egal was.

          Dennoch tut die AfD etwas, das in einem anderen Wortsinne falsch zu nennen ist. Der Zweck der Forderung ist ein durchtriebener. Denn sie soll sagen: Schaut her, wir haben mit Rechtsextremisten nichts am Hut! Wir wollen sie sogar verbieten! Gehören wir also auch zu den Verfassungspatrioten! So werden es die Anhänger und womöglich viele Fast-Anhänger der AfD sehen. Das ist aber nicht einmal die halbe Wahrheit.

          Nicht sehen wollen sie nämlich, dass es zwischen Rechtsextremisten, Rechtsradikalen, Rechtsnationalen, radikalen Rechten und Rechten schleichende Übergänge gibt, die von der AfD systematisch in eine Rutschbahn verwandelt wurden.

          Es gab schon zu viele, denen man beim Ausrutschen zusehen konnte. Wie jetzt wieder dem „Rechtspolitiker“ Stephan Brandner. Um glaubwürdig zu sein, müsste die AfD andere Gruppen ins Visier nehmen. Wie wäre es mit der Identitären Bewegung?

          Jasper von Altenbockum

          Verantwortlicher Redakteur für Innenpolitik.

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